Ö1-Enquete "Wissenschaft ab ins Netz? Die Sprache der Wissenschaft im Kontext der Digitalisierung" am 14.5. im ORF KulturCafe

Wien (OTS) - Am Mittwoch, den 14. Mai findet ab 17.00 Uhr im ORF KulturCafe die Enquete "Wissenschaft ab ins Netz? Die Sprache der Wissenschaft im Kontext der Digitalisierung" statt. Veranstalter sind das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) und die Ö1-Wissenschaftsredaktion.

Neue Medien ermöglichen raschen internationalen Austausch, fördern Vernetzung, erleichtern kooperative Formen der Wissensgewinnung, schaffen neue Zugänge zu Wissen und verbessern die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeit. Durch die Digitalisierung wird wissenschaftliche Kommunikation stark verändert. Diese Digitalisierung birgt aber derzeit noch zahlreiche Probleme. Wer die Datenmassen im Internet nutzen will, ist oft überfordert. Digitales Publizieren hat sich noch nicht durchgesetzt. Qualitätsstandards sind nicht etabliert, urheberrechtliche Belange erst ungenügend geklärt. Der Seriosität des Netzes wird vielfach noch nicht vertraut, die Häufung von Plagiaten wird beklagt und der längerfristige Bestand von Dokumenten ist weitgehend ungewiss. Wie soll man mit der Geschwindigkeit zu Recht kommen, die das Kommunizieren und Veröffentlichen im Internet verlangt? Werden dadurch Qualitäten des wissenschaftlichen Schreibens unterlaufen, das Zeit und Ruhe verlangt? Andererseits bieten digitale Medien auch Vorteile:
Zeitersparnis, leichteres Korrigieren, neue Möglichkeiten kooperativer Textproduktion und eine Vielzahl an Textgenres. Netzspezifische Produktion und Verarbeitung von Texten will aber gelernt sein. Wie steht es an den Universitäten mit entsprechenden Lehr- und Weiterbildungsangeboten? Wie lassen sich Probleme der Evaluierung und Qualitätssicherung digitaler Texte in Forschung und Lehre lösen?

Die Initiative "Sprechen Sie Wissenschaft?" - getragen vom BMWF und der Ö1-Wissenschaftsredaktion - fördert den öffentlichen Dialog über die Sprache der Wissenschaft. Im Rahmen dieser Enquete wird darüber diskutiert, welche Sprach- und Textkompetenzen die digitale Welt verlangt und wie Qualitätssicherung im wissenschaftlichen Sprachgebrauch erreicht werden könnte.

"Cyberscience. Standortbestimmung", "Die Digitalisierung der Wissenschaftskommunikation ist nicht das Problem, sondern die Lösung", "Medienspezifischer Sprachgebrauch - Qualität und Evaluierung" und "Wissenschaftliches Schreiben an den Hochschulen -Vor und nach der digitalen Revolution" sind die Themen der Vorträge von Michael Nentwich (Institut für Technikfolgenabschätzung, Österreichische Akademie der Wissenschaften), Gerhard Fröhlich (Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie, Johannes Kepler Universität Linz), Kathrin Lehnen (Germanistisches Institut, Justus-Liebig-Universität Giessen) und Otto Kruse (Department Angewandte Linguistik, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften). Die anschließende Podiumsdiskussion mit Kommentaren von Markus Fiebig (Universität für Bodenkultur Wien), Michael Huter (Verlag und Informationsdesign, Wien) und Gerlinde Mautner (Wirtschaftsuniversität Wien) moderiert Martin Bernhofer (Ö1-Wissenschaftsredaktion).

Informationen zur Initiative "Sprechen Sie Wissenschaft? Wissenschaftssprache im öffentlichen Dialog" sind unter
http://www.bmwf.gv.at/submenue/neuigkeiten/aktuelle_initiativen/sprec
hen_sie_wissenschaft/ abrufbar, eine Serie mit Gastbeiträgen und Interviews zur Wissenschaftssprache unter
http://science.orf.at/science/news/150954. Ein Bericht über die
Enquete wird im Rahmen der "Dimensionen" am 16. Mai ab 19.05 Uhr in Ö1 ausgestrahlt.

Die Enquete "Wissenschaft ab ins Netz? Die Sprache der Wissenschaft im Kontext der Digitalisierung" findet am Mittwoch, den 14. Mai im ORF KulturCafe, Argentinierstraße 30 a, 1040 Wien, statt. Beginn: 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten:
Doris Zabsky: +43 (0)1 53120 6351, doris.zabsky@bmwf.gv.at(ih)

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Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
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