ÖAMTC: Freiheit auf zwei Rädern ohne Risiko

Vor Pfingsten appelliert der Club erneut an die Vernunft der Motorradfahrer

Wien (OTS) - "Die Wetterprognosen für das kommende Pfingstwochenende lassen die Herzen vieler Motorradfahrer höher schlagen. Sonne, warme Temperaturen und trockene Fahrbahnen werden wieder zahlreiche Motorradfahrer auf die Straßen locken", prophezeit Johann Danzinger, ÖAMTC-Motorradexperte. Die Einsatzbilanz der ÖAMTC-Notarzthubschrauber vom vergangenen Wochenende (neun Einsätze nach Motorradunfällen), sowie die Unfallzahlen aus dem Vorjahr zeigen aber deutlich, dass viele Motorradfahrer nach der langen Winterpause ohne entsprechende Vorbereitung und mit zu wenig Sicherheitsreserven unterwegs sind.

2007 verunglückten zu Pfingsten 94 Motorradfahrer auf Österreichs Straßen, fünf davon tödlich. "Das Motorrad ist das Verkehrsmittel mit dem höchsten Risiko, tödlich oder schwer zu verunglücken", sagt Danzinger. Fehlende Fahrpraxis und mangelnde Fahrzeugbeherrschung gepaart mit Selbstüberschätzung und einer nicht angepassten Fahrgeschwindigkeit sind für zahlreiche Motorradunfälle verantwortlich. Schon der kleinste Fahrfehler kann bereits fatale Konsequenzen haben. "Nur bei rund acht Prozent aller Motorradunfälle ist die Fahrbahn nass, die schwersten Unfälle passieren meist dort, wo sich die Fahrer besonders sicher fühlen", so der ÖAMTC-Motorradinstruktor. Gerade zu Beginn der Motorradsaison kommt es aber auch vermehrt zu "Missverständnissen" zwischen den Verkehrsteilnehmern. Pkw-Lenker sind beim Links-Abbiegen, Überholen und Einbiegen aus Nebenstraßen oft zu unaufmerksam und übersehen so einspurige Fahrzeuge.

Immer mehr ältere Biker verunglücken tödlich

Auffällig ist aber vor allem jene Tatsache, dass vergleichsweise immer mehr ältere Motorradfahrer tödlich verunglücken. So war zu Pfingsten 2007 bereits mehr als ein Drittel der verunglückten Motorradfahrer der Altersgruppe der 40 bis 55jährigen zuzuordnen. Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass zusehends Menschen ab 40 das Motorrad als Freizeit-Sportgerät entdecken. Die Kilometerleistung dieser Hobbyfahrer ist aber in den meisten Fällen sehr gering, und damit natürlich auch die Erfahrung. "Einen ausgeprägten Verkehrssinn bekommt man erst nach mindestens fünf Jahren, und dazu sind mehr als Wochenend-Spritztouren nötig", weiß der ÖAMTC-Experte.

Danzinger rät aber nicht nur Bikern mit wenigen Kilometern auf dem Tacho zu mehr Vorsicht, Vernunft und Rücksichtnahme, sowie Gelassenheit und Selbstdisziplin. Neben einer umsichtigen Fahrweise hat auch die Bekleidung eine wichtige Schutzfunktion. Verantwortungsvolle Biker treten ihre Fahrt nur mit kompletter Schutzkleidung an. Auch der Beifahrer soll nur mit vollständiger Ausrüstung mitfahren. Unerlässlich, auch bei größter Hitze, ist und bleibt der passende Helm.

Das richtige Verhalten in Extremsituationen lernt man am besten bei einem Motorradtraining in einem der neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren. Verschiedene Kursstufen ermöglichen dabei individuelle Trainingsmöglichkeiten, vom Anfänger bis zum erfahrenen Biker. Mehr Infos zu den Trainings unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit.

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