Platter: Verstärkte Verkehrsüberwachung am Pfingstwochenende

7000 Exekutivbeamte täglich im Einsatz

Wien (OTS) - Die Österreichische Bundespolizei wird sich in der Zeit von Freitag, den 9. Mai bis einschließlich Dienstag, den 13. Mai 2008 verstärkt der Überwachung des Straßenverkehrs widmen. Bundesminister Günther Platter kündigte dazu rigorose Kontrollen und konsequentes Vorgehen gegenüber Rasern und Dränglern, Alkohol- und Drogenlenkern sowie gezielte Schwerpunkte auf Motorradstrecken an. "Jede und jeder Einzelne ist aufgerufen selbst seinen Teil zu größtmöglicher Sicherheit im Straßenverkehr beizutragen", betont der Innenminister.

Den täglich rund 7.000 im Einsatz befindlichen Exekutivbeamten stehen hiefür insgesamt etwa 2.500 Blaulicht-Einsatzfahrzeuge, 500 Motorräder und 90 Zivilstreifenfahrzeuge mit Video-Nachfahreinrichtungen sowie mehr als 4.000 Verkehrsüberwachungsgeräte (davon 1.318 Lasergeräte, 177 Radargeräte (davon 93 mit Digitalkameras), 1.688 Alkomaten, 725 Alko-Vortestgeräte, 11 Abstandsmess-Systeme, 56 Mopedprüfstände, 90 Auswertegeräte für die Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten im Schwerverkehr, etc.) zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr sind am Pfingstwochenende von Freitag bis einschl. Pfingstmontag bei 497 Verkehrsunfällen mit Personenschaden 648 Verkehrsteilnehmer verletzt und 21 Verkehrsteilnehmer getötet worden. Das war die höchste Zahl an Todesopfern seit dem Jahr 1995 (24 Tote). Im Rahmen der verstärkten Verkehrüberwachung durch die Exekutive wurden im Vorjahr 46.152 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchst zulässigen Geschwindigkeit beanstandet. Weiters musste gegen 743 Fahrzeuglenker wegen Trunkenheit am Steuer Anzeige erstattet werden. 429 Lenkern wurde am Pfingstwochenende 2007 der Führerschein vorläufig abgenommen.

Im Jahr 2006 wurden 7 und im Jahr 2005 9 Menschen tödlich verletzt. 1996 wurde mit nur 5 Verkehrstoten das günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende beklagt werden.

Im Zuge der Pfingstferien ist in den Ballungszentren (bei Hin- und Rückreise), auf den Hauptverkehrsrouten (Reiseverkehr, Kurzurlaube an der Adria), in Baustellenabschnitten und neuralgischen Tunnel- und Mautbereichen (Blockabfertigung) sowie auf den wichtigsten Ausflugsstrecken mit erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen bzw. wird es zu Überlastungen kommen.

Innenminister Günther Platter appelliert vor allem an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer: "Das prognostizierte frühsommerliche Ausflugswetter und die guten Fahrbahnverhältnisse verleiten oft zu unvorsichtigem und leichtsinnigen Verhalten. Schon ein kleiner Fahrfehler oder eine kurze Unaufmerksamkeit kann einen schweren Unfall auslösen. Fahren sie deshalb mit angepasstem Tempo und halten sie Abstand, gehen sie kein Risiko ein, seien sie partnerschaftlich und rücksichtsvoll im Straßenverkehr unterwegs. Damit leisten sie jenen Beitrag zur Sicherheit im Verkehr, den sie zu Recht auch von anderen fordern."

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