Franz Eßl: Wir müssen uns den internationalen Marktbedingungen anpassen!

Rinderkennzeichnungsverordnung für BVD-Bekämpfung positiv

Wien (ÖVP-PK) - "Wenn ganz Europa zuteilt, dann muss dies auch Österreich tun." Mit diesen Worten begründete heute, Mittwoch, der ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl seine Zustimmung zu einer Aufstockung der Milchquotenzuteilung bis 2009. Ein besonderes Anliegen ist für den Salzburger Landwirtschaftskammerpräsidenten der Beschluss der Rinderkennzeichnungsverordnung in der neuen Marktordnung: "Damit wird nun eine rechtliche Grundlage für die BVD (Bovine Virusdiarrhoe)-Untersuchung mittels Gewebeohrmarken geschaffen." In Bezug auf die andauernde Lebensmittel-Preisdebatte fordert Eßl eine längerfristigere und seriösere Betrachtungsweise. ****

"Man kann und darf Preissteigerungen nicht innerhalb eines Jahres betrachten", verweist Eßl erneut auf Preisentwicklungen seit dem Jahr 1986: Die Lebensmittelpreise sind in diesem Zeitraum um 38 Prozent gestiegen. Der Verbraucherpreisindex hingegen stieg um 57 Prozent und die Löhne gar um 70 Prozent. "Der Erzeugerpreis ist für die Bauern in dieser Zeit aber gesunken und hat sich erst im letzten Jahr erholt. Jetzt ist er erstmals wieder auf dem Niveau von 1994", gibt der ÖVP-Abgeordnete zu bedenken. Eine neuerliche Absenkung des Milchpreises, wie sie von einigen Handelsketten angekündigt wurde, ist für Franz Eßl somit keinesfalls gerechtfertigt. "Die Handelsketten sollen ihre Tiefpreispolitik bei Lebensmitteln beenden und den Verarbeitungsbetrieben dauerhaft kostendeckende Preise bezahlen. Der Bauernmilchpreis muss endlich stabil gehalten werden", fordert Eßl.

"BVD ist eine Rinderkrankheit, die betroffene Bauern oftmals schweren finanziellen Schaden zufügt", ist der Landwirtschaftskammerpräsident erfreut, dass mit der neuen Rinderkennzeichnungsverordnung die genaue Untersuchung mittels Gewebeprobe aus der neuen Ohrmarke - rückwirkend ab 1. Jänner 2008 - gesetzlich geregelt ist.
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