Pirker trifft nordkoreanischen Minister in Brüssel

Abrüstung und Menschenrechte im Fokus der Gespräche

Brüssel, 7. Mai 2008 (ÖVP-PD) Der Vorsitzende der Korea-Delegation des Europäischen Parlaments, Dr. Hubert Pirker, trifft heute in Brüssel zu einem Gespräch mit dem für Europa zuständigen nordkoreanischen Minister Kung Sok-ung zusammen. "Das Europäische Parlament ist um eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der EU und Nordkorea bemüht. Nahezu alle EU-Staaten unterhalten diplomatische Beziehungen zu Nordkorea. Es ist an der Zeit, dass auch die EU mit einer offiziellen Vertretung gleichzieht", so Pirker. "Ich setze mich dafür ein, dass unter der kommenden französischen Präsidentschaft diesbezügliche Schritte unternommen werden." ****

Pirker hatte als Vorsitzender der Korea-Delegation in den letzten Jahren mehrfach Nordkorea besucht und sich bei allen Gesprächen -auch mit Vertretern Südkoreas, für eine engagierte Fortsetzung der Sechs-Parteien-Gespräche zur nuklearen Abrüstung sowie zur weiteren Annäherung zwischen den beiden Koreas eingesetzt. "Das Europäische Parlament ist an positiven Fortschritten der Sechs-Parteien-Gespräche sehr interessiert. Eine Blockade der Gespräche durch Nord-Korea ist nicht zielführend, denn auch die nächste US-Administration wird ihre Position bezüglich in der Atomfrage nicht ändern. Nordkorea sollte sich auf die notwendige Stärkung seiner wirtschaftlichen Lage bemühen - das wäre im Interesse der notleidenden Bevölkerung."

Im Gespräch mit dem nordkoreanischen Minister betonte Pirker die Bereitschaft des Europaparlaments, aber auch der Europäischen Union, als ehrlicher Makler in de Sechs-Parteien-Gesprächen sowie in der Verbesserung der Beziehungen zu Südkorea zu wirken. "Wir begrüßen alle Schritte, die zu mehr Kooperation und einem besseren Verständnis führen. Nordkorea muss aber auch verstehen, dass für die Europäische Union die Einhaltung der Menschenrechte eine nicht verhandelbare Grundfrage jeder künftigen engeren Kooperation ist. Ein offener und ehrlicher Dialog über die Lage der Menschenrechte in Nordkorea ist notwendig aber auch konkrete Maßnahmen, wie die Versorgung mit Nahrungsmitteln, der Zugang zu Informationen und die freie Meinungsäußerung, müssen umgehend gesetzt werden. Wir erwarten uns keine Änderung über Nacht, aber doch die Bereitschaft zur Diskussion und stete Fortschritte", so Pirker abschließend.

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