Papst-Segen für die "Euro 08"

"Sport-Bischof" Franz Lackner und Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka begleiteten hochrangige Delegation des Österreichischen Fußballbundes zur Begegnung mit Benedikt XVI. -Kardinal-Staatssekretär Bertone: Fußball-EM soll Beitrag zur Einheit Europas darstellen

getragenen Begleitprogramms zur Europameisterschaft ("Kirche 08") - Vatikanstadt, 7.5.08 (KAP) Papst-Segen für die "Euro 08": Benedikt XVI. brachte am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem römischen Petersplatz seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Fußball-Europameisterschaft ein friedlicher Wettkampf im Zeichen der Fairness und der Völkerverständigung wird. Der neue österreichische "Sport-Bischof" Franz Lackner und Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka stellten dem Papst eine hochrangige Delegation des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) vor, der ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, Vizepräsident Kurt Ehrenberger, ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig und der Teamspieler Sebastian Prödl angehörten. Auch die beiden Koordinatoren des von den christlichen Kirchen gemeinsam Pastoralamtsleiter Michael Scharf (katholisch) und Pfarrer Marco Uschmann (evangelisch) - waren anwesend, ebenso der Wiener "Euro-Pfarrer" Christoph Pelczar.

Benedikt XVI. würdigte im Gespräch die Gemeinsamkeiten von Kirche und Sport; besonders ausführlich sprach er mit Sebastian Prödl, einem einstigen Ministranten. Die ÖFB-Vertreter überreichten dem Papst u.a. einen Fußball und eine Benediktus-Statue; Bischof Lackner übergab Benedikt XVI. einen kirchlichen Fan-Schal und "Euro-Pfarrer" Pelczar schenkte ihm das Erstexemplar seines neuen Buchs "Steilpass zum Menschsein". Staatssekretär Lopatka sagte nach der Generalaudienz im Gespräch mit Journalisten, die Begegnung mit dem Papst stelle für ihn den Höhepunkt der "Euro 08"-Vorbereitungen dar.

Nach der Generalaudienz trafen die österreichischen Gäste mit Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone zusammen, der ein großer Fußball-Fan ist. Auch der Kardinal brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Fußball-EM in einer "friedlichen und freudvollen Atmosphäre" stattfinden und einen "Beitrag zur Einheit Europas" darstellen wird.

Die ÖFB-Delegation lud den Kardinal-Staatssekretär nach Wien zur EM ein. Halb im Scherz, halb im Ernst antwortete Bertone: "Wenn Italien ins Finale kommt, würde ich gern nach Wien fahren - aber andererseits muss ich jetzt in meiner Funktion als Kardinal-Staatssekretär universal denken."

Bereits am Morgen hatte Bischof Lackner mit der österreichischen Delegation in der Kirche der österreichisch-deutschen Nationalstiftung Santa Maria dell'Anima einen Gottesdienst gefeiert. Bischof Lackner sagte, das Gebet gelte dem großen sportlichen Ereignis, dass es für die vielen jungen Menschen zu einem echten Erlebnis wird und dass sich "die Begeisterung nicht in Gewalt verkehrt". Er erinnerte daran, dass die Kunst des Lebens und des Glaubens darin besteht, sich "voll einzusetzen", sich aber auch die "spielerische Freiheit" zu bewahren. (forts)
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