Wiener Auszeichnung für Friedrich Cerha und Günter Rhomberg

Wien (OTS) - In Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus Politik und Kultur wurden heute zwei herausragende Persönlichkeiten des Musik-und Kulturlebens von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ausgezeichnet: Univ.-Prof. Dr. Friedrich Cerha, Komponist, Musikwissenschafter, Lehrer und Vermittler, sowie Dipl.-Ing. Günter Rhomberg, Präsident der Bregenzer Festspiele und Stiftungsvorstand des Theaters in der Josefstadt, erhielten das "Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien für Verdienste um das Land Wien".

"Friedrich Cerha ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten unserer Zeit", sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der Ehrung. "Er hat immer konsequent seinen Weg verfolgt, auch gegen viele Widerstände". Günter Rhomberg sei einer der großen Kulturmanager des Landes: "Günter Rhomberg hat es auf sich genommen, mit Mut, Durchsetzungskraft und wachem Sinn zwei große Kulturinstitutionen zu managen. Aus den Bregenzer Festspiele hat er ein künstlerisch anspruchsvolles und kommerziell erfolgreiches Festival gemacht. Und auch die Josefstadt ist heute ein sehr erfolgreiches Unternehmen".

Ferdinand Lacina, BM a. D., Helmut Zilk und Dagmar Koller, Markus Linhart, Bürgermeister von Bregenz, Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger und Sandra Cervik, David Pountny, Intendant der Bregenzer Festspiele, Hans-Christian Attersee, Heinz "Honzo" Holecek und viele mehr applaudierten und gratulierten.

Biografie Friedrich Cerha

Friedrich Cerha wurde 1926 in Wien geboren, wo er auch seine musikalische Ausbildung an der Musikakademie erhielt. Gleichzeitig absolvierte er an der Universität das Studium der Germanistik und der Musikwissenschaft, welches er mit dem philosophischen Doktorgrad abschloss.

Als Komponist zunächst von Webern und Debussy beeinflusst entwickelte sich Cerha zu einem der führenden lebenden Komponisten in Österreich, denen es gelang, über die Entwicklung der Musikstile nach 1945 hinaus zu einer eigenen persönlichen Ausdrucksweise zu gelangen und international große Anerkennung zu finden.

Cerha arbeitet in allen Genres. Aus seinem reichhaltigen Werkskatalog seien besonders hervorgehoben:Bühnenkompositionen "Spiegel", "Netzwerk", "Baal" (ein Auftragswerk der Salzburger Festspiele 1981), "Der Rattenfänger" (1987, wie "Baal" auch an der Wiener Staatsoper gegeben), Orchester- und konzertante Werke, darunter "Intersecazioni", "Langegger Nachtmusiken", Konzerte für Soloinstrumente sowie Kammermusik und verschiedene Klavierwerke. Zu diesem umfangreichen Oeuvre kommt weiters die Instrumentation und Fertigstellung des 3. Aktes der Oper "Lulu" von Alban Berg, deren Uraufführung (Paris 1981) Cerha weltweit bekannt gemacht hat.

Biographie: Günter Rhomberg

Günter Rhomberg wurde 1938 in Bregenz/Vorarlberg geboren. Er studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Graz sowie Wirtschaft an der Universität Graz. Im Jahr 1963 graduierte er zum Diplomingenieur für das gesamte Bauwesen.

1974 wurde DI Günter Rhomberg in den Hauptausschuss der Festspielgemeinde Bregenz gewählt, die bis 1989 für die Organisation und Durchführung der Bregenzer Festspiele zuständig und verantwortlich war. 1980 wurde er in das Präsidium der Bregenzer Festspiele gewählt und bereits ein Jahr später erfolgte die Wahl zum Vorsitzenden und Präsidenten der Festspielgemeinde.

Im Jahr 2002 kam es zur Gründung der "Bregenzer Festspiele Privatstiftung" und zur Einbringung der Bregenzer Festspiele GmbH in die Stiftung. Seit diesem Zeitpunkt fungiert DI Günter Rhomberg als Vorsitzender des dreiköpfigen Stiftungsvorstandes, der als Eigentümervertreter die Geschäftsführung begleitet und kontrolliert. Seit 2005 ist er darüber hinaus auch Stiftungsvorstand der "Theater in der Josefstadt-Privatstiftung" in Wien und seit vielen Jahren Mitglied des Universitätsrates der Akademie der Bildenden Künste in Wien. (Schluss) rar

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