Sima-Kritik an Aufhebung der Genmais-Importverbote

Schlag ins Gesicht der heimischen Konsumenten - Gang bis zum EuGH

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an der Aufhebung der Importverbote für die genveränderten Maissorten MON 810 und T 25 übt Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima. "Die EU-Kommission setzt sich damit über die Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten hinweg, diese wollen keine Gentechnik auf Feld und Teller, die Risken der genmanipulierten Pflanzen sind viel zu groß und einfach unkalkulierbar", so Sima. Sie appelliert nach der heutigen Entscheidung der EU-Kommission an den zuständigen Umweltminister Josef Pröll, die Interessen der heimischen Konsumenten zu vertreten und alle Möglichkeiten - wie etwa den Gang zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) - auszuschöpfen, um an den nationalen Importverboten festzuhalten.

"Österreich war ein Vorreiter, was den kritischen Umgang mit der Gentechnik betrifft und hat es in der Gentechnikdebatte immer geschafft, starke Verbündete innerhalb der Mitgliedstaaten für seine gentechnikkritische Haltung zu finden", so Sima. Das erste nationale Importverbot stammt aus dem Jahr 1997. "Die Importverbote wurden alle wissenschaftlich begründet, die Risken für Mensch und Umwelt sind einfach zu hoch. Es ist skandalös, dass die EU-Kommission nun vor der Gentechnik-Lobby in die Knie geht und den Wunsch der europäischen Konsumenten einfach ignoriert", so Molekularbiologin Sima abschließend. (Schluss) vor

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