HAUBNER: "Bei Justizministerin Berger hätten schon längst die Alarmglocken schrillen müssen"

Wien (OTS) - "Gewalt hat viele Gesichter, eines der
abscheulichsten ist sexuelle Gewalt und sexueller Missbrauch. Und einer, der unfassbarsten Fälle ist jener Fall des Herrn F. Neben diesem schlimmen Fall dürfen wir aber nicht vergessen, daß auch in Österreich tagtäglich Kinder von körperlicher und seelischer Gewalt betroffen sind", meinte heute BZÖ-Familiensprecherin Abg. Ursula Haubner in ihrem Debattenbeitrag. Aus diesem Grund bestehe nicht erst seit heute Handlungsbedarf, sondern schon seit langer Zeit, so Haubner weiter.

"Das BZÖ hat während der Regierungsbeteiligung die psychosoziale Prozessbegleitung ausgebaut, begonnen den Strafrahmen für Sexualtäter zu verschärfen, den Kinderbeistand eingeführt und die Tilgungsfrist verlängert", stellte Haubner klar. Überdies habe das BZÖ vor über einem Jahr ein Maßnahmenpaket, eine Allianz für Kinder vorgelegt. "Wir verlangen seit eineinhalb Jahren von Berger, daß sie endlich die notwendigen Schritte setzt. Diese Regierung ist wohl groß in ihren Ankündigungen, aber im Kinderschutz ist diese Regierung untätig. Bei Justizministerin Berger hätten aber schon längst die Alarmglocken schrillen müssen", kritisierte Haubner. "Unser Misstrauen gegen die Ministerin ist völlig gerecht. Berger investiert viel Energie dafür, damit Täter eine zweite Chance bekommen".

"Strafen und Kontrollen zu erhöhen und zu verschärfen, ist ganz wichtig und richtig. Wir stehen aber auch dazu, daß Vorsorge und Schutz vor Übergriffen mindestens genauso wichtig ist. Auch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung im Kleinkindalter kann was bewirken. Im Rahmen des Mutter-Kind-Pass ist dies möglich. Wir brauchen auch noch eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Jugendwohlfahrtsträger. Kinderschutzarbeit ist eine gemeinsame Verantwortung von Politik und Gesellschaft", schloß Haubner.

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