GLOBAL 2000: Österreich muss erstmals Gentech-Importverbote aufheben, Anbauverbote bleiben bestehen!

EFSA unter Druck - Kommission fordert erneute Bewertung von Gentech-Pflanzen

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission hat heute entschieden, Österreich aufzufordern, die Importverbote für zwei Gentech-Maissorten MON810 und T25 aufzuheben. Unangetastet bleiben die österreichischen Anbauverbote. GLOBAL 2000 fordert anlässlich dieser Entscheidung von Minister Pröll eine langfristige Strategie für eine gentechfreie Landwirtschaft in Österreich.
Die Aufforderung zur Aufhebung der österreichischen Importverbote für die Gentech-Mais-Sorten waren zu erwarten. Hier hat Österreich zumindest für dieses Jahr vorgesorgt. Der Handel hat zugesichert keine Gentech-Lebensmittel zu listen und die Futtermittelindustrie wird nach eigenen Aussagen in dieser Saison auch keinen MON 810 auf den Markt bringen. "Der Druck auf Österreich nimmt zu und Minister Pröll scheint keine langfristigen Konzepte zu haben, um die österreichischen KonsumentInnen zu schützen. Wann setzt das Ministerium endlich durch, dass das AMA-Gütesiegel die Gentechfreiheit als Kriterium aufnimmt? So könnte mit einer einfachen Maßnahme ein wichtiger Impuls für den gentechfreien Markt in Österreich geschaffen werden", so Jens Karg, Gentechnik-Sprecher von GLOBAL 2000.

Eine weitere Entscheidung der EU-Kommission betrifft in drei Fällen die Risikobewertung durch die zuständige Behörde (EFSA). Bei zwei Gentech-Maissorten sowie der Gentech-Kartoffel Amflora reicht der EU-Kommission die Risikobewertung der EFSA nicht aus und Brüssel fordert eine weitere Überprüfung. "Nachdem die EFSA diesen Gentech-Konstrukten schon Unbedenklichkeit attestiert hat, ist dies ein klares Misstrauensvotum gegen die Behörde. Die EFSA muss nun endlich zu einer ernsthaften Risikobewertung der Gentech-Pflanzen übergehen und hierfür sind Langzeit-Tests unerlässlich", so Jens Karg.

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