FP-Schock, Gudenus: Anstieg der Gewalt unter Jugendlichen um 150 % in 6 Jahren

Brandsteidl rücktrittsreif

Wien, 07-05-2008 (fpd) - "Die alarmierenden Berichte aus erster
Hand sowie die jüngste mediale Diskussion zum Thema Gewalt und Aggression in der Schule erfordern eine tabulose Analyse der Situation sowie der Motivforschung, um dann schneller entgegenwirkende Maßnahmen setzen zu können. Dies hat die rote Rathauspolitik und Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl bis heute nicht verstanden, weshalb letztere in jedem Falle als rücktrittsreif zu bezeichnen ist", so heute der Bildungs- und Jugendsprecher der FPÖ Wien, LAbg. Mag. Johann Gudenus im Zuge einer Pressekonferenz zum Thema Jugendgewalt - Gewalt in der Schule.

Die erschreckende Tatsache, dass die Delikte der 14- bis 18-jährigen in den vergangenen sechs Jahren beim Raufhandel um mehr als 150 Prozent angestiegen sind, zeige deutlich, dass nun dringlich Handlungsbedarf bestehe. Eine Strafverschärfung der Jugendgerichtsbarkeit dulde keinen Aufschub mehr. Um diesem durchaus massivem Problem endlich Herr zu werden, hat die FPÖ Wien einen umfassenden Forderungskatalog erstellt, damit Wien und die Wiener Schulen wieder ein annehmbares Sicherheitslevel erreichen, so der Wiener FP-Klubobmann DDr. Eduard Schock.

Diese spezielle Ausformung der Gewalt, die immer exzessiver stattfindet und auch so empfunden wird, habe einen besonders hohen Gewaltgrad erreicht. Der Griff zu Alkohol und anderen Suchtdrogen verstärke Aggressionspotenzial und soziales Elend. Dazu kommen Perspektivlosigkeit und Wohlstandverwahrlosung. Immer öfter werden Familien mit ihren Problemen allein gelassen.
Es sei daher unumgänglich, so die beiden Abgeordneten, sich dem Problem der krassen Unterversorgung beim psychotherapeutischen Angebot anzunehmen und endlich mehr Schulpsychologen einzustellen, damit Kinder, aber auch deren Eltern die Möglichkeit haben, auch Hilfe zu bekommen, wenn sie diese brauchen. Denn wenn bereits laut Studie 35 Prozent der 6- bis 14-jährigen angeben an Depressionen zu leiden, so sei ernsthaft Feuer am Dach!

Laut Umfrage des Vereins Neustart seien mehr als 80 Prozent der Lehrer und Schüler bereits mit Gewalt konfrontiert. Die Gewaltbereitschaft nehme weiter zu, wobei sich Form und Ausübung dabei dramatisch verändert habe und auch die Hemmschwelle und das Alter immer weiter nach unten sinke. "Die Schulen verschweigen die Vorfälle und kehren sie unter den Teppich, weil sie um den Ruf ihrer Bildungsstätte fürchten. Nicht zuletzt ist auch der Maulkorberlass von Susanne Brandsteidl schuld daran, dass kaum etwas an die Öffentlichkeit dringt", so Gudenus.

Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" stammen 80 Prozent der Intensivtäter aus Migrantenfamilien, wobei Türken und Araber die Gewaltstatistik deutlich anführen. Diese für Deutschland erhobenen Zahlen der FAZ sind analog natürlich auch auf Österreich umlegbar. Es sei daher für Präventivmaßnahmen überaus wichtig, offen zu legen, aus welchem Land die Gewalttäter kommen und wie viele Polizei- und Rettungseinsätze an Schulen definitiv stattfinden. Des weiteren müsse man Lehrern mehr Autorität und mehr Macht zum Durchgreifen zugestehen. Hier müsse sich im Schulwesen einiges ändern, um nachhaltig Verbesserung zu erreichen.

Des weiteren erneuert die FPÖ Wien die Forderungen nach Strafcamps, wo Disziplin und Ordnung gelehrt werden soll, um straffällig gewordene Jugendliche wieder in die Lage zu bringen, ohne weitere Straftaten zurecht zu kommen, einen verschärften Strafrechtskatalog mit Anhebung von Strafuntergrenzen, Führerscheinverlust infolge rechtswidriger Gewaltausübung, die Einführung einer Schnupperhaft, um den Jugendlichen begreiflich zu machen, was auf sie zukommen kann, die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts bei schweren Delikten und vermehrt Dienste an der Allgemeinheit für unmündige Straftäter sowie eine Bekenntnisurkunde für Zuwanderer, in der sie die Anerkennung der österreichischen Gesetze und Werte unterschreiben.

Außerdem müsse in Wien ein generelles Messerverbot eingeführt werden und die Förderung von Vereinen, die Gewalt begünstigen endlich ein Ende nehmen. Vielmehr solle im Bereich Gewaltprävention gerade bei Jugendlichen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Der Einsatz von Musik und Sport als Aggressionsabbau habe sich schon mehrfach bewährt und müsse unbedingt mehr gefördert werden genauso wie eine aktive Familienpolitik, die überforderten Eltern unter die Arme greift. Andernfalls sei schon jetzt absehbar, dass viele Jugendliche in Österreich weiter absinken werden, was sich natürlich auch negativ auf spätere Berufschancen auswirken werde, so Schock und Gudenus abschließend. (Schluss) hn

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