Greenpeace-Kritik an EU-Kommission wegen Aufhebung der Importverbote

Umweltminister Pröll muss standhaft bleiben und Konsumenten vor Genfood schützen

Wien/Brüssel (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace übt heftige Kritik an der heutigen Entscheidung der EU-Kommission, wonach Österreich zur Aufhebung der Importverbote für Gentech-Mais aufgefordert wird. Als Ergebnis der Gentechnik-Orientierungsdebatte der Kommission soll Österreich den Import der gentechnisch veränderten Maissorten MON 810 und T25 als Lebens- und Futtermittel zulassen. "Wieder einmal hat die EU-Kommission eindrucksvoll bewiesen, dass ihr die Interessen der Gentech-Lobby wichtiger sind als jene der Mehrheit der Menschen in Österreich, die Gentechnik in Lebens- und Futtermittel strikt ablehnen", kritisiert Greenpeace-Gentechnikexperte Steffen Nichtenberger.

"Nun liegt der Ball bei Umweltminister Josef Pröll, der der Aufforderung der EU-Kommission Folge leisten kann oder eben auch nicht. Wir fordern Minister Pröll auf, die österreichischen Konsumenten jedenfalls vor Genfood zu schützen. Das kann er, indem er entweder an den Importverboten festhält oder nationale Schutzmaßnahmen, wie etwa ein Verbot des Einsatzes von Gentech-Mais in Lebens- und Futtermitteln im Rahmen des AMA-Gütesiegels erlässt", fordert Nichtenberger abschließend.

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Greenpeace CEE
Steffen Nichtenberger, Gentechnikexperte
Tel: +43 (0)664 612 67 03
steffen.nichtenberger@greenpeace.at

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