Königsberger-Ludwig: Ernsthafte Lösungen statt billigem Populismus

Kinder müssen Nein sagen dürfen!

Wien (SK) - "Auf besonders irrationale Verbrechen muss man
besonders rational reagieren", betonte die SPÖ-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig am Mittwoch im Nationalrat. Diese Worte habe ein Mitarbeiter des Justizministeriums ausgesprochen, erläuterte Königsberger-Ludwig, und dies müsse auch für die Politik gelten, denn es brauche "ernsthafte Lösungen und nicht Populismus". Justizministerin Berger sei ein Garant dafür, dass eine besonnene Vorgangsweise gewählt werde. Doch auch die Medien müssten Verantwortung übernehmen, so die Abgeordnete, denn "es muss doch unser Interesse sein, die Opfer zu schützen und nicht durch einen Medienhype erneut zu Opfern zu machen". Trotz des Rechtes auf Information müsse es auch für Journalisten Grenzen geben. ****

"Härtere Strafen hätten diese schreckliche Tat nicht verhindert", stellte Königsberger-Ludwig fest. Vielmehr brauche es ein Bündel an Maßnahmen um Ähnliches zu verhindern. Vor allem die Stärkung von Frauen und Kindern müsse ein vorrangiges Ziel sein, denn "Kinder müssen Nein sagen dürfen" und es müsse den Kindern klar gemacht werden, dass sie nie die Schuldigen sind. "Schweigen stärkt die Täter und schwächt die Opfer", so die SPÖ-Abgeordnete. Aber es müsse auch eine Umwelt geschaffen werden, in der es Kindern ermöglicht werde, über Gewalt zu sprechen. Viel zu oft sei die Familie der Tatort, diese Gewalt dürfe keinesfalls verharmlost werden. Darüber hinaus müsse es Frauen ermöglicht werden "ohne Ächtung durch die Gesellschaft aus Gewaltbeziehungen auszusteigen".

"Viel wurde vom hinschauen gesprochen, hier schwingt mit, dass in Amstetten weggeschaut hat", so Königsberger-Ludwig. "Aber wie hätte man dieses perfide Verbrechen sehen können?" Sie halte Schuldzuweisungen für falsch, für sie gebe es keinen "Fall Amstetten", sondern lediglich die schreckliche Tat eines Einzeltäters. Darüber hinaus gebe es derzeit in Amstetten eine große Solidarität mit den Opfern, dafür sei der Bevölkerung "Danke" zu sagen. Darüber hinaus bedankte sich die Abgeordnete bei Dr. Albert Reiter, der dafür gesorgt habe, "dass der Fall ins Rollen gekommen ist", bei der Polizei, die durch ihre sensible Befragung dazu beigetragen habe, dass die Mutter über ihre Gefangenschaft gesprochen habe und bei Dr. Berthold Kepplinger, der für die Betreuung der Opfer zuständig sei. (Schluss) sw

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