Bures und Buchinger begrüßen AK-Initiative für Papamonat

Alle Väter sollen Chance auf bezahlte Auszeit haben

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures und Männerminister Erwin Buchinger begrüßen die Initiative der Arbeiterkammer, die ihren Mitarbeitern ab sofort die Möglichkeit eines Papamonats einräumt. "Das ist ein ganz wichtiges Signal, das die AK in ihrer Funktion als Arbeitgeberin hier setzt. Dass sie mit gutem Beispiel voran geht, dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung", sagt Buchinger. Bures: "Ich wünsche mir die Chance auf eine bezahlte berufliche Auszeit für die Kinderbetreuung für alle Väter."

"Wenn ein Kind auf die Welt kommt, verändert sich das Familienleben. Diese neue Phase soll die Familie gemeinsam erleben dürfen", sagt Bures. Außerdem erreiche man damit eine ausgewogenere Verteilung der Familienaufgaben zwischen Müttern und Vätern: "Eine ausgewogene Verteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern." Für Buchinger wiederum ist ein Papamonat "eine echte Chance für Väter, eine enge Bindung zu ihren Kindern zu entwickeln und sich von Anfang an stärker in die Versorgungsarbeit und Kindererziehung einzubringen. Gerade in den ersten Wochen ist es auch wichtig, dass Väter ihre Frauen entlasten".

"Väter wollen sich stärker in die Kinderbetreuung einbringen und viele wünschen es sich, ein paar Monate bei ihren Kindern zu bleiben", sagt Bures, "sie müssen aber auch die Möglichkeit dazu erhalten". Das zeige auch die erfreulich hohe Inanspruchnahme der kurzen Variante des Kinderbetreuungsgeldes in Höhe von 800 Euro durch Väter (10 Prozent).

Mit dem Papamonat könne Österreich auch im internationalen Vergleich ein paar Plätze nach vor rücken. "Österreichs Familien haben sich einen Spitzenplatz verdient", sagt Bures. Laut dem aktuellen OECD-Bericht liegt Österreich bei Geburtenrate, Karenzurlaub und Verfügbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen unter dem Durchschnitt der 30 untersuchten Länder. Vor allem im Bereich der Väterbeteiligung hinkt Österreich im internationalen Vergleich (im Untersuchungszeitraum 2005) mit nur knapp über drei Prozent Inanspruchnahme der Väterkarenz und 0,4 Vaterschafts-Urlaubswochen pro Vater im europäischen Vergleich hinterher. Im OECD-Schnitt sind es vier Wochen, in Island 10,4, Schweden 9,2, Norwegen 3,2, Finnland 3, Frankreich 2.

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