Gusenbauer: "Am wichtigsten ist es, Straftaten zu verhindern"

Bei Gewalt gegen Kindern kann es keine Kompromisse geben

Wien (SK) - "Wir haben uns heute auch intensiv mit der Frage des Gewalt- und Opferschutzes auseinandergesetzt. Die Minister Berger und Platter haben hier, unabhängig von den aktuellen, sehr erschreckenden Ereignissen Vorarbeiten geleistet. Wir werden die Prävention verstärken, denn am wichtigsten ist es, dass Straftaten verhindert werden", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Mittwoch im Rahmen des Pressefoyers im Anschluss an den Ministerrat. Klar sei, dass es "in Fragen von Gewalt gegen Kindern keine Kompromisse geben kann". ****

Man werde auch alles unternehmen, um den Opfern zu helfen. "Diese müssen im Zentrum stehen, und wir werden alles unternehmen, um die Möglichkeit zu schaffen, dass diese zumindest ansatzweise ein normales Leben führen können. Das wird schwer genug", so Gusenbauer.

"Für die Bundesregierung ist es völlig unvorstellbar, dass, wenn jemand wegen eines Sexualdeliktes verurteilt ist, er irgendwann im Leben die Chance hat, ein Kind zu adoptieren. Das erachten wir als denkunmöglich", betonte der Bundeskanzler. Genauso sei es unvorstellbar, dass Personen, die eine schwere Verurteilung wegen eines Sexualdeliktes aufweisen, noch einmal eine berufliche Tätigkeit ausüben, bei der sie mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. "Hier muss die Gesellschaft eine klare Trennlinie ziehen." Vor diesem Hintergrund gehe, die legistische Arbeit weiter, die von den Ministern Berger und Platter nun präzisiert werde. (Schluss) js

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