Brosz zu Schmied: Kleine Schritte statt einer großen Schulreform

Finanzieller Kahlschlag der Ära Gehrer wird nicht ausgeglichen

Wien (OTS) - Unterrichtsministerin Schmied versucht seit Wochen
mit einem Vorschlagsstakkato große Bewegung im Schulsystem zu vermitteln. "Wenn man sich die nun vorgeschlagenen Maßnahmen nüchtern ansieht, so handelt es sich mit Sicherheit um keine große Schulreform. Es sind einige kleine Schritte nach vorne. Angesichts des bildungspolitischen Kahlschlags unter der Ära Gehrer ist das aber eindeutig zu wenig", so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

Die SPÖ hat die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen an allen Schulen versprochen. Übrig geblieben ist ein Richtwert an den Pflichtschulen und Gruppenteilungen an den berufsbildenden Schulen. "Wenn aus Raumgründen eine flächendeckende Senkung nicht möglich ist, dann müssen die Schulen zumindest die vollen Personalressourcen für eine Senkung erhalten. Dann könnte der Gruppen- und Förderunterricht wirklich ausgebaut werden. Dafür müsste das Bildungsbudget aber jetzt deutlich erhöht werden", so Brosz. Weil ihr das jetzt nicht gelingt, verspricht Schmied 100 Millionen jährlich bis zum Jahr 2018 (!). Offenbar geht Schmied davon, dass Gusenbauer die nächsten beiden Wahlen gewinnt und sie bis dahin im Amt bleibt. Etwas mehr Seriosität hätten sich SchülerInnen und LehrerInnen verdient, so Brosz.

Im Bereich der Frühförderung ist Schmied säumig. Nur ein verpflichtender Kindergarten für 5- und 6jährige kann sicherstellen, dass alle Kinder schon vor dem Schuleintritt ausreichend gefördert werden. Dazu müsste es auf Grund der verfassungsrechtlich verankerten Schulgeldfreiheit einen Gratiskindergarten geben. SPÖ und ÖVP sind nicht bereit für diese zentrale Maßnahme zur Chancengleichheit Geld in die Hand zu nehmen. Stattdessen wird darüber philosophiert, ob auch jene Eltern, die ihre Kinder aus Kostengründen nicht in den Kindergarten schicken können, deswegen auch noch die Familienbeihilfe verlieren sollen. Offensichtlich verabschiedet sich vor allem die SPÖ von jeglicher sozialer Verantwortung," so Brosz.

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