WKNÖ für mehr Innovation in Niederösterreich:

Fördern, fordern, umsetzen!

St. Pölten (OTS) - Mit der "Woche der Innovation" - einer Serie
von Veranstaltungen - will die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) noch mehr kleine und mittlere Unternehmen zu Innovateuren machen. Denn viele kreative Ideen scheitern noch immer an der Umsetzung.

Der österreichische Forschungssektor wächst: Laut Statistik Austria werden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung heuer um 8,1 Prozent auf 7,51 Milliarden Euro steigen. Dies entspricht einer Forschungsquote von 2,64 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Die gesamteuropäische Forschungsquote lag 2006 bei 1,84 Prozent. Im internationalen Innovationsvergleich liegt Österreich im oberen Mittelfeld (Platz 13 von 37 gemessenen Ländern).

Beim Thema Innovation ist auch Niederösterreich gut unterwegs:
50,2 Prozent aller blau-gelben Unternehmen optimieren ihre Produkte oder Prozesse mit neuen Ideen. Bezieht man organisatorische Neuerungen und Marketing-Innovationen mit ein, so sind zwei Drittel der NÖ Unternehmen als "innovativ" zu bezeichnen.

Im Österreich-Vergleich hat Niederösterreich jedoch Aufholbedarf bei der Marktumsetzung von neuen Ideen. "Österreichweit haben neue Produkte einen Umsatzanteil von über 10 Prozent, in Niederösterreich nur 7,5 Prozent. Hier setzen wir mit unseren Aktionen an", so die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl. Ein wesentlicher Grund dafür liege in der blau-gelben Firmenstruktur:
"Wir sind nun einmal das KMU-Land Nummer eins. Kleine Firmen haben es bei der Umsetzung von kreativen Ideen einfach schwerer", erläutert Zwazl. Viele hätten in ihrem Nischenbereich wirklich gute Ideen, die leider oft nicht realisiert werden können. Zwazl: "Ich sehe unsere Aufgabe als Wirtschaftskammer darin, diese kreativen Firmen durch Beratungsangebote zu echten Innovateuren zu machen!"

Woche der Innovation

Der Innovationsgrad eines Landes bestimmt maßgeblich dessen Konkurrenzfähigkeit und ist somit wichtigste Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Mit der Woche der Innovation will die Wirtschaftskammer NÖ einen Startschuss für mehr Innovation setzen. Vom 7. bis 14. Mai finden quer durch alle Branchen WKNÖ-Veranstaltungen statt.

Das Programm:

Am 7. Mai startet die Aktion "kidz for kids", im Rahmen derer erstmalig auch Lehrlinge ihre Projekte zum alljährlich stattfindenden Wettbewerb "Kreativ in die Zukunft (kidz)" einreichen können. Ebenfalls ab 7. Mai kann man sich im WIFI St. Pölten über das kreative Potenzial der New Design University informieren:
Studierende präsentieren Studien- und Forschungsaufträge, die sie im Rahmen ihrer Diplomprojekte umgesetzt haben.
Am 8. Mai geht es im WIFI St. Pölten um Patente: Gute Ideen sollte man sich patentrechtlich schützen lassen - wie das geht, erfahren die NÖ Unternehmer um 9 Uhr im WIFI St. Pölten.
Am 14. Mai um 9 Uhr lautet das Thema in der Landesberufsschule Theresienfeld "Der Strichcode hat ausgedient". Es geht um das System der "Radio Frequency Identification": kleine, unscheinbare Chips mit Hilfe derer sich berührungslos über Funk der gesamte "Lebensweg" einer Ware - z. B. Kleidung, Auto, Lebensmittel - bis zur Entsorgung nachvollziehen lässt.
Mehr über das Projekt "imp3rove" und den "InnovationsPrüfstand" erfahren Interessierte am 14. Mai um 15 Uhr im WIFI Mödling. Mehr zum InnovationsPrüfstand lesen Sie weiter unten. "Imp3rove" ist ein Benchmark-Programm, bei dem das eigene Unternehmen in Form einer Selbstbewertung mit den Spitzen des Innovationsmanagements in ganz Europa verglichen werden kann.

Mehr Förderungen für kleinere Projekte

Mit diesen Veranstaltungen will die WKNÖ das Bewusstsein für den Wert von Innovation steigern. Aber nicht nur die Firmengröße sei dafür verantwortlich zu machen, dass der Umsetzungsgrad bei den Innovationen in Niederösterreich noch zu wünschen übrig lässt, erläutert Dr. Raimund Mitterbauer, Innovationsexperte der blau-gelben Wirtschaftskammer: "In unseren Betrieben finden überdurchschnittlich viele Prozessoptimierungen statt!" Diese bestünden aus vielen "kleinen" wichtigen Innovationen, die allerdings für sich allein nicht förderfähig seien. Aus diesem Grund fordert die WKNÖ verstärkte Förderungsmöglichkeiten für diese "betrieblichen Innovationsprogramme".

Die Technologie- und Innovationspartner (TIP)...

...der Wirtschaftskammer Niederösterreich und des Landes NÖ sind die erste Anlaufstelle für innovative Unternehmen. Sie begleiten innovative Projekte von der Idee bis zum Markterfolg und bieten dazu verschiedenste Unterstützungen an:

Der TIP "InnovationsPrüfstand" ist ein Computerprogramm, mit dem man Projekte in einer sehr frühen Phase analysieren und auch die Finanzen grob planen kann. Dieses auf einer TIP-Idee basierende und von der FH Wieselburg umgesetzte Tool wurde mit dem von der Donau-Universität vergebenen RUISNET-Award für beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ausgezeichnet.

Ein "Renner" sind auch die Patent- und Datenbanksprechtage: 200 Teilnehmer haben sich letztes Jahr in den TIPs über Patente, Marken und Muster informiert. "Bevor man mit der Umsetzung einer Idee beginnt, sollte man abklären, ob diese Idee nicht schon jemand vor einem hatte", warnt Raimund Mitterbauer. 70 Technologie-Recherchen wurden dazu vergangenes Jahr durchgeführt. Insgesamt wurden 2007 in Niederösterreich 134 Patente erteilt und 94 Gebrauchsmuster registriert.

Das "Forschungs- und Entwicklungs-Schneeballnetzwerk" stimuliert den Erfahrungsaustausch zwischen F&E-Managern von innovativen Unternehmen.

Der NÖ Innovationspreis wird gemeinsam mit dem Land NÖ an innovative blau-gelbe Unternehmen verliehen. Heuer bereits zum 20. Mal! Nicht selten setzt sich ein NÖ Gewinner auch im bundesweiten Wettbewerb durch! www.innovationspreis-noe.at

Auch bei der Lukrierung von Förderungen unterstützen die TIPs die NÖ Unternehmen. Neben Förderungen des Landes NÖ sind dies vor allem Förderungen der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Von dieser wurden im Jahr 2006 32 Mio. Euro an blau-gelbe Unternehmen ausgeschüttet. Oft allerdings erschwert der Bürokratismus den direkten Weg zu einer Förderung. Raimund Mitterbauer: "Wir fangen die meisten bürokratischen Hürden für die Unternehmer ab, damit diese sich auf ihr Geschäft konzentrieren können."

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Arnold Stivanello
Wirtschaftskammer Niederösterreich
Kommunikationsmanagement
3100 St. Pölten, Landsbergerstraße 1
Tel.: (++43-0) 2742 / 851 DW 14100
kommunikation@wknoe.at
http://wko.at/noe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HKN0001