Plassnik: "Österreich stockt Hilfe gegen Hungerkrise auf"

Außenministerin: Schützenden Schirm der UNO ergänzen

Wien (OTS) - "Die globale Nahrungsmittelkrise erfordert eine solidarische Antwort, und Österreich leistet einen weiteren Beitrag", kündigte Außenministerin Ursula Plassnik heute an. Auf Vorschlag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) hat die Bundesregierung dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) 2.790.000,00 Euro zugesagt.

Plassnik: "Wir müssen die Dimension der Krise begreifen. Hundert Millionen Menschen droht als Folge der gestiegenen Nahrungsmittelpreise der Hungertod. Ich habe für das Außenministerium bereits ein erstes konkretes Zeichen gesetzt: Österreich stellte im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit 1 Million Euro für vier der am schlimmsten betroffenen Länder zur Verfügung: Namibia, Haiti, Burkina Faso und Äthiopien. Die Umsetzung wird mit bewährten NGO- und internationalen Partnern erfolgen."

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat einen außerordentlichen Hilfe-Aufruf lanciert, der auch von der FAO (der Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsorganisation der UNO) unterstützt wird. Es geht um 500 Millionen Dollar.

Plassnik:"Der schützende Schirm der UNO muss durch rasche Maßnahmen einzelner Staaten ergänzt werden. Österreich will noch effizienter helfen. Um der Krise zu begegnen, sollen mit den heute bewilligten Mitteln drei Ansatzbereiche abgedeckt werden:
Nahrungsmittelhilfe im engeren Sinn (Krisenintervention) im Rahmen von WFP-Nothilfeprojekten; Finanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel (Saatgut / Düngemittel) im Rahmen von FAO-Projekten und Finanzierung von FAO-Entwicklungsprojekten. Für das Welternährungsprogramm (WFP) bedeutet die derzeitige Krise die größte Herausforderung in der 45-jährigen Geschichte der Organisation. WFP müsste die ersten Programme einstellen, da sie aufgrund der gestiegenen Preise nicht mehr zu finanzieren sind."

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