Frauenberger unterstützt SPÖ Initiative Rabenmuttertag

Wien setzt konkrete Maßnahmen für Karenzmanagement

Wien (OTS) - Die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger unterstützte heute Mittwoch die Forderungen der SPÖ - Frauen anlässlich des "Rabenmuttertag 2008" nach einem Rechtsanspruch auf Elternteilzeit für alle und mehr Rechte für die Arbeitszeitgestaltung, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können.

Ein Problemfeld stellt für Frauenberger in diesem Kontext allerdings die Teilzeitarbeit insgesamt dar, die überwiegend von Frauen in Anspruch genommen werden, um Job und Familie besser zu vereinbaren. "Auch wenn Teilzeit in einer bestimmten Lebensphase eine gewünschte und willkommene Arbeitsform sein kann, so akzeptieren Frauen, die Teilzeit arbeiten, in vielerlei Hinsicht schlechtere Konditionen. Wer in Teilzeit arbeitet, verdient meist kein existenzsicherndes Einkommen, verliert schneller und öfter die Arbeit, ist oft nicht entsprechend der eigenen Qualifikation beschäftigt und hat weniger Aufstiegschancen. Teilzeit darf also keine Dauerlösung sein."

Wiener best practice Projekt, um Teilzeitproblematik in den Griff zu bekommen

Um diese Problematik in den Griff zu bekommen habe man in Wien daher ein eigenes Projekt ins Leben gerufen, betonte Wiens Frauenstadträtin "K3 - das Wiener karenz karriere kompetenzzentrum", das vom abz*austria durchgeführt wird, richtet sich sowohl an Betriebe, als auch an deren MitarbeiterInnen. Der Innovationswert dieses Projektes liegt darin, dass vor allem Klein- und Mittelbetriebe verstärkt bei der Implementierung eines umfassenden Auszeiten- und Karenzmanagements unterstützt sowie beraten werden. Bei der Entwicklung und Umsetzung solcher Konzepte seien nämlich zum Nachteil der Frauen gerade Klein- und Mittelbetriebe völlig allein gelassen, betonte die Wiener Frauenstadträtin. Im Mittelpunkt des Projektes stehe daher die rechtzeitige Planung sowohl des Aus- als auch des raschest möglichen Wiedereinstiegs und die Rückkehr zur Vollzeitarbeit, erläuterte Frauenberger. Dabei wird der Fokus aber nicht nur auf Karenzzeiten gelegt, sondern auf verschiedene Arten von Auszeiten wie etwa persönlich-berufliche Weiterbildung oder die Pflege von Kindern und Angehörigen.

Ein besseres und gezieltes Auszeiten- bzw. Karenzmanagement sei auch ein nicht unwesentlicher Beitrag zum Schließen der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern und damit zur mehr Geschlechtergerechtigkeit, stellte Frauenberger fest. Um Frauen im Beruf insgesamt effizient zu fördern, müssen aber auch die Betriebe stärker als bisher in die Verantwortung genommen werden, forderte die Wiener Frauenstadträtin. Frauenberger sprach sich in diesem Zusammenhang neuerlich u.a. für eine bundesweite Koppelung der Frauenförderung an die Wirtschaftsförderung und Auftragsvergabe aus.(Schluss) gph

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gabriele Philipp
Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger
Tel.: 4000/81 295
Mobil: 0676/8118 81295
E-Mail: gabriele.philipp@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0008