Mensch trifft Medizinprodukt

PRESSEINFORMATION anlässlich der 1. Enquete Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Innovation oder nur Verteuerung? Qualitätssicherung oder nur Hemmschuh? Lebensqualität oder nur Symptombekämpfung? Die "1. Enquete Gesundheitswesen" der Fachgruppe Medizinproduktehandel der Wirtschaftskammer am 15. Mai 2008 in Wien gibt Antworten. Internationale Fachleute diskutieren über die Zukunft des Gesundheitswesens im Spannungsfeld zwischen Patientenwohl und Wirtschaftsinteressen.

Ein Drittel der steigenden Medikamentenkosten verursachen teure Neuzulassungen. Doch nicht alle neu zugelassene Arzneien sind Innovationen. Die Lebensspanne der Medizintechnik wird oft nicht mehr vom Gerät sondern häufiger vom technologischen Fortschritt vorgegeben. Er bestimmt, wann die Maschine nicht mehr State of the Art ist und durch neue, mitunter teurere Technik ersetzt werden soll.

Arbeitsmarkt und globale Konkurrenz führen langfristig zu einem Rückgang an Pflegekräften bei gleichzeitiger Zunahme der Zahl an Pflegebedürftigen. Mit steigendem Lebensalter nehmen auch konsumierte Gesundheitsleistungen zu. Wegen demografischer Entwicklung und anderer Faktoren wird das Gesundheitssystem immer teurer, gleichzeitig sinkt die Anzahl der Erwerbstätigen, die mit ihren Beiträgen das Gesundheitswesen finanzieren.

Derzeit aber boomt die Gesundheitswirtschaft. In Österreich wurden im Vorjahr 25 Mrd. Euro in Gesundheit investiert. Allein der in Wien erwirtschaftete Umsatz mit Medizinprodukten belief sich auf 1,7 Mrd. Euro, Tendenz steigend. "Ein Zeichen, dass unserer Sparte immer größere Bedeutung zukommt", erklärt KR Dr. Anton Ofner, Obmann des Wiener Landesgremiums des Medizinproduktehandels. Dies zeige, dass Versorgung der Patienten mit neuester Technologie und damit einhergehende Verbesserung der Heilungschancen hohe Priorität genießen.

"Allerdings erwachsen daraus und aus vorliegenden Prognosen Fragen nach einer nachhaltigen Leistbarkeit und Finanzierbarkeit dieses technologischen Fortschritts und nach entsprechenden zukunftsgerichteten Modellen dafür", verweist Ofner auf die inhaltliche Brisanz der "1. Enquete Gesundheitswesen" am 15. Mai in Wien, bei der "hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland sich mit aktuellen Fragen zur Zukunft des Gesundheitswesens beschäftigen werden."

1. ENQUETE GESUNDHEITSWESEN

Donnerstag, 15. Mai 2008, ab 09.30 Uhr
Modul University; 1190 Wien; Am Kahlenberg 1
Weitere Infos und Programm unter
http://wko.at/wien/medizinproduktehandel

Rückfragen & Kontakt:

Landesgremium Medizinproduktehandel
Wirtschaftskammer Wien
Kontakt: Gertrude Zuba
Tel.: 01/514 50-3256
Gertrude.Zuba@wkw.at

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