SPÖ-Frauen widmen ihren "Rabenmuttertag" der Elternteilzeit

Rechtsanspruch für alle Eltern gefordert - Flexiblere Arbeitszeiten sollen Einkommensschere reduzieren

Klagenfurt (SP-KTN) - Die SPÖ-Frauen sind im Vorfeld des Muttertags, zu dem sie traditionell einen "Rabenmuttertag" ausrufen, für mehr Rechte bei der Arbeitszeitgestaltung eingetreten, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.

Konkrete Zahlen, wie viele Beschäftigte derzeit in Elternteilzeit arbeiten, gibt es laut SPÖ nicht. Den "Rabenmuttertag" widmen die SPÖ-Frauen alljährlich der Situation von berufstätigen Müttern, denen man auch "das schlechte Gewissen nehmen" möchte.

Elternarbeitszeit: Mehr Rechte für ArbeitnehmerInnen

Familienfreundliche Arbeitszeiten sind für Eltern kleiner Kinder besonders wichtig. Im Rahmen der diesjährigen "Rabenmutter"tagsaktionen informieren die SPÖ Frauen gemeinsam mit den FSG Frauen über bestehende Rechte und Forderungen.

Rechtsanspruch auf Elternteilzeit
Eltern sollen nach der Geburt ihres Kindes ihre Arbeitszeit autonom gestalten können. Eine Möglichkeit, Beruf und Familie besser zu vereinen, ist Elternteilzeit.
Rund 33 Prozent der unselbständig beschäftigten Frauen haben ein Recht auf Elternteilzeit, hingegen knapp 50 Prozent der Männer. Das Recht auf Elternteilzeit gilt für all jene, die in einem Betrieb mit mindestens 21 ArbeitnehmerInnen arbeiten und länger als drei Jahre beschäftigt sind. Die Elternarbeitszeit ist bis zum 7. Geburtstag des Kindes möglich. Der Kündigungsschutz endet spätestens 4 Wochen nach dem 4. Geburtstag des Kindes. Der verhältnismäßig geringe Anteil der anspruchsberechtigten Frauen ergibt sich daraus, dass Frauen in der Regel kürzer beim einem/einer ArbeitgeberIn beschäftigt sind und in kleineren Betrieben arbeiten als Männer.

Elternteilzeit begünstigt einen frühen Wiedereinstieg
Laut einer Studie des Österreichischen Institutes für Familienforschung im Auftrag der Arbeiterkammer hat die Elternteilzeit positive Effekte auf einen frühen Wiedereinstieg von Frauen. Rund ein Drittel der Frauen, die Elternteilzeit in Anspruch nehmen, beginnt bereits im ersten Lebensjahr des Kindes mit der Elternteilzeit, 84 Prozent der Frauen nehmen die Elternteilzeit noch vor dem zweiten Geburtstag des Kindes in Anspruch.

Mehr Information notwendig
Elternteilzeit muss nicht bedeuten, dass die Gesamtstundenzahl reduziert wird. Elternteilzeit beinhaltet auch das Recht auf eine Veränderung der Lage der Arbeitszeit. Dieses Recht wird derzeit von nur rund vier Prozent in Anspruch genommen. Mehr Information der ArbeitnehmerInnen ist daher notwendig.

Die SPÖ Frauen und FSG Frauen fordern mehr Rechte für Eltern:

• Elternteilzeit soll sich nicht nach der Größe des Betriebes richten und auch nicht nach der Beschäftigungsdauer. Wir wollen einen Rechtsanspruch auf Arbeitsautonomie und Elternteilzeit durchsetzen, der für alle Eltern gleichermaßen gilt!

• Für viele Eltern ist die Möglichkeit, die Stunden nicht zu reduzieren, aber gleichzeitig die Arbeitszeit individuell ansetzen zu können, sehr attraktiv. Mit dem Alter der Kinder ändern sich aber auch immer wieder die Anforderungen. Daher genügt es nicht, die Arbeitszeit einmal für die kommenden Jahre zu fixieren. Eltern sollen daher mehrmals die Möglichkeit haben, ihre Arbeitszeit individuell festzusetzen.

• Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, weil der oder die ArbeitgeberIn nicht mit dem Teilzeitwunsch einverstanden ist, sollen Eltern trotzdem von Beginn an ihr Recht auf Teilzeit in Anspruch nehmen können und nicht erst das Ende der Gerichtsverhandlung abwarten müssen.

• Das flexible Kindergeld war ein großer Erfolg der SPÖ Frauen. Offen ist jedoch unsere Forderung nach einer Arbeitszeitgrenze als Alternative zur Zuverdienstgrenze. Denn wer während des Kindergeldbezuges die Arbeitszeit von 40 auf 25 Wochenstunden kürzt, soll keine Zuverdienstgrenze haben.

TERMIN BITTE VORMERKEN: "Rabenmutter"tag 2008, ELTERNARBEITSZEIT, am Samstag, 10. Mai 2008, ab 10.00 Uhr, beim "Wörtherseemandl" in Klagenfurt

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