Fischbestandsaufnahmen am Alpenrhein - neue Ergebnisse

LR Schwärzler: Eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen

Bregenz (VLK) - Die Fischereifachstellen der Länder und Kantone am Alpenrhein laden alle Fischereiinteressierten zu einer Informationsveranstaltung über die neuen Ergebnisse einiger fischereilicher Untersuchungen am Alpenrhein am Mittwoch, den 7. Mai ab 19.30 Uhr in das Gemeindezentrum in Triesen ein. "Interessierte erhalten die Möglichkeit, sich über die abgeschlossene Studie zum Thema 'Fischökologische Bestandsaufnahme Alpenrhein 2005' und über weitere Studien zur Laichwanderung und zur Reproduktion der Seeforelle zu informieren", betont Umweltlandesrat Erich Schwärzler.

Die im Auftrag der Fischereifachstellen von St. Gallen, Vorarlberg, Liechtenstein und Graubünden erstellte Studie wurde von einem internationalen Team durchgeführt. "Mit dieser Untersuchung konnte erstmals ein flächendeckender Überblick über den Fischbestand des Alpenrheins geschaffen werden. Unser Ziel ist es, den eingeschlagenen Weg einer ökologischen Verbesserung des Alpenrheins mit seiner Vielfalt an Fischarten konsequent weiterzuführen", erklärt Landesrat Schwärzler.

Gute Basisdaten für weitere Maßnahmen

Insgesamt weisen die Studienergebnisse keinen optimalen fischökologischen Zustand des Alpenrheins auf. Gleichzeitig liegen nun sehr gute Basisdaten vor, die es einerseits ermöglichen, die zukünftige Entwicklung des Fischbestandes besser zu dokumentieren und es andererseits erlauben, den Erfolg oder Misserfolg der gesetzten Maßnahmen bei der Umsetzung des "Entwicklungskonzepts Alpenrhein" leichter zu verfolgen. Dies gilt für Vorarlberg auch hinsichtlich der Maßnahmenprogramme gemäß der Wasserrahmenrichtlinie.

Frühere Untersuchungen bestätigt

Der geringe Fischbestand stimmt weitgehend mit den Ergebnissen früherer, lokaler Befischungen überein und belegt anschaulich die vorhandenen Defizite wie Schwall, morphologische Degradierung und fehlende Vernetzung mit den
Zuflüssen sowie den resultierenden Handlungsbedarf. Die hohe Bedeutung der Vernetzung mit dem Bodensee zeigt sich flussab der Buchser Schwelle sowohl durch den deutlichen Anstieg der Artenzahl als auch durch den hohen Anteil an Seeforellen.

Weitere Studien erforderlich

Aufgrund der Größe des Alpenrheins und seiner damit verbundenen schwierigen methodischen Erfassbarkeit sowie der intensiven Austauschprozesse mit dem Bodensee sind noch weiterführende Untersuchungen, etwa zur Erfassung der jahreszeitlichen Schwankungen im Fischbestand, notwendig.

Jürgen Eberstaller aus Wien hält am Mittwochabend in Triesen das Hauptreferat. Über die beiden anderen Studien berichtet Benno Wagner, der im Amt der Vorarlberger Landesregierung für Fischerei zuständig ist.

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