Grüne NÖ/Fasan: Grüne auch bei Westtrasse der S 34 auf Seiten der AnrainerInnen

Fasan: "Die Trasse ist nur das kleinere Übel - Betonung liegt auf Übel!"

St. Pölten (OTS) - "Der Platz der Grünen ist eindeutig auf der Seite der Anrainer und der bedrohten Natur und nicht auf der Seite der Betreiber", stellt der grüne Verkehrssprecher LAbg. Martin Fasan klar.
"Es ist aber unbestritten, dass die Westtrasse der S 34 das kleinere Übel im Vergleich zur noch schädlicheren, teureren und längeren Ostvariante ist", räumt Fasan ein.

Aber die Grünen verweisen insbesondere auf die bedrohten landwirtschaftlichen Flächen und auf jene Flächen, die unter Naturschutz stehen. "Natura 2000 ist internationales Recht und selbstverständlich auch Bestandteil des NÖ - Naturschutzgesetzes. Es wird nicht einfach sein, diese Flächen einfach einer Transitautobahn zu opfern", so Fasan.

Ungeachtet der Trassenvariante widerspricht die S 34:

  • den Zielen des NÖ - Raumordnungsgesetzes, die auf Nachhaltigkeit, Flächen sparende Siedlungsstrukturen und Ressourcenschonung ausgerichtet sind,
  • den Bestimmungen der Alpenkonvention, denen sich Österreich verpflichtet hat und die weitere Alpen querende hochrangige Autobahnen untersagen sowie
  • den Zielen des Klimaschutzes, weil täglich hunderte Tonnen CO2 zusätzlich in die Luft geblasen werden. Dies hat auch das Umweltministerium vergeblich festgestellt

Darüber hinaus sind Schäden für die regionale Wirtschaft zu erwarten. Denn die Anbindung strukturschwacher Regionen an große Zentren durch hochrangige Autobahnen dient wirtschaftlich meist nur den Zentren, nicht aber den Regionen, wie durch internationale Studien ebenso festgestellt wurde, wie durch nationale Erfahrungen (z.B. Lungau in Salzburg).

"Durch die S 34 wird lediglich das Einpendeln nach St. Pölten mit dem Auto erleichtert - auf Kosten des öffentlichen Verkehrs und auf Kosten der betroffenen Anrainer. Die Grünen schlagen zum x-ten Mal die Forcierung des öffentlichen Verkehrs im Großraum St. Pölten und Verkehrsentlastung durch bundesstraßenartige Umfahrungen vor", so Fasan abschließend.

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