EU gründet neuen Nachbarschaftsinvestitionsfonds für Infrastruktur-, Umwelt- und KMU-Projekte

Österreich beteiligt sich mit 1. Mio. Euro an der European Neighbourhood Investment Facility und sieht Potenzial für Kofinanzierungen mit heimischer Beteiligung

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission hat heute mit der European Neighbourhood Investment Facility (Nachbarschaftsinvestitionfazilität - NIF) einen neuen Nachbarschaftsinvestitionsfonds ins Leben gerufen. Die EU will damit die Entwicklung der südlichen und östlichen Nachbarländer der Gemeinschaft in den Bereichen Transport, Energie, Soziale Infrastruktur, Umwelt und Betriebsförderung für kleine und mittlere Unternehmen stärken. Der Fonds ist derzeit zentral mit 100 Mio. Euro dotiert und bündelt auch Zusatzmittel einzelner Mitgliedsländer. Österreich beteiligt sich am NIF über die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) mit insgesamt 1 Mio. Euro. Dies soll positive Effekte für Kofinanzierungsprojekte mit österreichischer Beteiligung bringen.

Die NIF entspricht den europäischen entwicklungspolitischen Zielsetzungen zur Verbesserung der Infrastruktur, Umwelt und Förderung der KMUs in den EU-Nachbarstaaten. Gleichzeitig fördert die NIF die Zusammenarbeit der europäischen Geber und europäischen Finanzinstitutionen im Sinne von Kohärenz und besserer Geberkoordination im Sinne der Pariser Deklaration.

Die NIF-Mittel werden vor allem für folgende Finanzierungsformen verwendet:

  • Investitions-Kofinanzierungen
  • Zinsstützungen
  • Technische Hilfe im Rahmen der Projekte oder für Finanzinstitutionen
  • Bereitstellen von Risikokapital im Rahmen der Projekte oder für Finanzinstitutionen

Jede europäische Entwicklungsbank, deren Staat mit Kapital an der NIF beteiligt ist, kann Projekte im Rahmen der "Finance Institutions Group" vorschlagen und diese dann gemeinsam mit den anderen Entwicklungsbanken realisieren. Für Michael Wancata, Vorstand der Oesterreichischen Entwicklungsbank AG (OeEB) ist der österreichische Beitrag zum NIF eine wichtige Maßnahme: "Wir erwarten uns positive Effekte für Kofinanzierungen von Projekten, bei denen auch österreichische Unternehmen dabei sind. Die Beteiligung an der NIF trägt zum Aufbau der Projektpipeline bei und erleichtert die Kooperation mit anderen Entwicklungsbanken, der EIB oder der EBRD". Die OeEB sei außerdem in der Finance Institutions Group der NIF vertreten und daher direkt an der Projektentwicklung beteiligt.

Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) realisiert privatwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern, die langfristige Finanzierungen benötigen, diese aus eigener Kraft wieder zurückzahlen können und nachhaltige Wirkungen für die regionale Wirtschaftsentwicklung haben.
Als 100%-ige Tochter der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) ist sie eine private Finanzinstitution mit öffentlichem Auftrag.

www.oe-eb.at

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