Sozialistische Jugend startet Frauenkampagne "Ich muss gar nichts!"

Kampagne kritisiert stereotype Rollenbilder und zeigt Alternativen auf

Wien (SK) - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) startet ihre feministische Kampagne "Ich muss gar nichts!". In den kommenden Monaten wird die SJÖ mit Aktionstagen durch das gesamte Bundesgebiet touren. Die Kampagne kritisiert gesellschaftlich transportierte Rollenbilder von Frauen und soll junge Frauen motivieren, diese in Frage zu stellen und eigene Wege zu gehen. ****

Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, weist darauf hin, dass die Mechanismen, die Frauen in unserer Gesellschaft unterdrücken, vielfältig sind: "Ob Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt durch die auseinanderklaffende Lohnschere oder ein von Medien und Werbung transportiertes Schönheitsideal, das Frauen dazu bringt, sich krank zu hungern, es gibt viele Bereiche, in denen sich die Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen manifestiert. Diese gilt es radikal aufzubrechen."

Für Wolfgang Moitzi, Vorsitzenden der SJÖ, zeigt gerade der Vorsprung von Frauen in der Ausbildung in Relation zu ihrer Stellung am Arbeitsmarkt, dass Frauen sehr schnell an die "gläserne Decke" stoßen: "56 Prozent der Maturaabschlüsse werden mittlerweile von Frauen gemacht. Auch an Universitäten schließen Frauen meist besser und schneller ab, dennoch beträgt der Anteil an Universitätsprofessorinnen gerade einmal 14 Prozent. Je höher die Hierarchien, desto weniger Frauen sind zu finden."

Vasold betont die Notwendigkeit, bestehende strukturelle Ungerechtigkeiten durch die Politik zu beseitigen. Mit der Kampagne wolle die SJÖ allerdings auch zeigen, dass es möglich und notwendig ist, dass Frauen versuchen, bestehende Rollenbilder zu hinterfragen und eigene Wege zu gehen. "Die Schönheitsindustrie versucht Frauen einzureden, wie sie auszusehen haben. Gar nicht so wenige Politiker wollen Frauen wieder bei Heim, Herd und Kindern sehen. Aber auch wenn uns noch so vehement eingeredet wird, wir zu sein haben: Wir müssen gar nichts! Wir wollen sein, wie es uns gefällt. Und wir wollen eine Welt, die uns das ermöglicht!", so Vasold abschließend. (Schluss) sl/mp

Die Kampagne ist im Internet unter www.sjoe.at zu finden.

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, Tel.01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at

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