LR Ackerl: " Wo bleibt das Perger Mutterberatungskonzept?"

Parteipolitisches Spektakel um Mutterberatungsstellen befremdlich

Linz (OTS) - Während in anderen Bezirken bereits konstruktiv an
der Verbesserung der Mutterberatungsstellen gearbeitet wird, versinkt der Bezirk Perg im parteipolitischen Hick-Hack und Wehklagen. "Wir haben die Bezirke aufgefordert, mit den Gemeinden ein Konzept für eine bezirksspezifische Umsetzung unseres Mutterberatungsstellen-Verbesserungskonzeptes auszuarbeiten!" so Sozial-Landesrat Josef Ackerl. "Statt uns aber über die richtigen Kanäle Ergebnisse - und sei es auch nur die Feststellung, dass der Bezirk unsere Vorschläge anders umsetzen möchte - mitzuteilen, werden Bürgermeister zum parteipolitischen Spektakel ausgeschickt!" Ackerl fordert den Sozialhilfeverband Perg deshalb dazu auf, diese eigenartige Vorgehensweise einzustellen und sich in einer professionellen Art und Weise an der Diskussion über die Zukunft der Mutterberatungsstellen zu beteiligen.

Mit Erlass aus dem Jahr 2007 hat die Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes die Sozialhilfeverbände dazu aufgefordert, an der Verbesserung der Mutterberatungsstellen mitzuarbeiten. Künftig sollen den Müttern nämlich in Summe Wege erspart werden, weil das Beratungsangebot an einer Stelle ausgeweitet wird. Die Gemeinden eines Sozialhilfeverbandes (eines Bezirkes) sollten daher in einem für fünf Jahre (!) anberaumten Entwicklungsprozess selbst entscheiden, wo im Bezirk dieses Angebot in welchem Umfang eingerichtet wird. "Wir haben berechnet, dass eine Mutterberatungsstelle pro 40 Geburten im Jahr ausreicht!" so Ackerl. "Für den Bezirk Perg hieße das, dass von den jetzt 26 Stellen nur mehr 16 benötigt würden!" In erster Linie wäre es aber dem Sozialhilfeverband vorbehalten geblieben, über diese rechnerische, aber auch über die inhaltlichen Vorgaben - mehr Beratung an einer Stelle, dadurch in Summe weniger Wege - zu beraten. "Leider wurden uns vom Bezirk Perg noch keine Beratungsergebnisse mitgeteilt!" so Ackerl. "Über die normal üblichen Wege haben wir nicht einmal erfahren, dass die Gemeinden im Bezirk gerne an den 26 bisherigen Stellen festhalten würden!" Ackerl fordert daher die Gemeinden und den Sozialhilfeverband auf, so wie andere Bezirke endlich an einem Konzept zu arbeiten und dieses zur Diskussion vorzulegen. "Parteipolitisch motivierte Grußbotschaften in den Medien sind am Beginn eines ohnehin so langfristig anberaumten Entwicklungs-und Umsetzungsprozesses eine eher eigenartige Vorgehensweise!" so Ackerl. "Ich rate daher dringend, diese Vorgehensweise einzustellen und ein im Bezirk abgestimmtes Konzept vorzulegen, über das eine fachliche Auseinandersetzung geführt werden kann!"

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