Mandak: 24-Stunden-Betreuung für die meisten Menschen nicht leistbar

Grüne fordern jährliche Valorisierung des Pflegegeldes

Wien (OTS) - Obwohl Schätzungen vor der Legalisierung von rund 40.000 illegalen
Betreuungspersonen in Österreich ausgegangen sind, gebe es bis jetzt nur 5.200 Anmeldungen. "An der geringen Zahl der Anmeldungen sieht man, dass sich viele Menschen die Legalisierung trotz der Förderung von 250 Euro einfach nicht leisten können. Die Preise steigen rasant, das Pflegegeld wird dagegen jahrelang nicht erhöht. Das kann sich finanziell einfach nicht ausgehen", meint Sabine Mandak, SeniorInnensprecherin der Grünen. Die 24-Stunden-Betreuung sei schon jetzt ein Modell für den bessergestellten Mittelstand. "Mit einem Pflegegeld der dritthöchsten Pflegestufe, rund 860 Euro, kann eine Betreuungsperson gerade mal zwei Wochen lang bezahlt werden. Von den Zusatzkosten für den Pflegebedarf und die Medikamente ganz zu schweigen", erläutert Mandak und weiter: "Am dringendsten benötigen die Menschen eine spürbare Erhöhung des Pflegegeldes. Eine einmalige Anpassung um drei Prozent in vier Jahren ist völlig unzureichend". In den letzten 15 Jahren ist es nur drei Mal zu einer Pflegegelderhöhung gekommen, dadurch hat das Pflegegeld massiv an Kaufkraft verloren. "Außerdem fehlen noch immer dringend notwendige ambulante Unterstützungsangebote bei Betreuung und Pflege, vor allem jene, die nicht nur für kurze Zeit Hilfe anbieten, sondern auch für eine ganztägige Betreuung zu Hause zur Verfügung stehen", so Mandak.

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