Bundeskanzler Gusenbauer vor AK-Vollversammlung: Bildung ist Schlüssel für eine sichere Zukunft

9. Vollversammlung der XIII. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Die österreichische Bundesregierung ist bereit, in
die Bildung der Kinder und Jugendlichen zu investieren. "Um die Zukunft zu sichern, muss damit bereits im Kindergarten begonnen werden", so der Bundeskanzler vor der Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich in Linz. Gusenbauer brach auch eine Lanze für die Lehre mit Matura.

Österreich stehe vor einer gewaltigen Herausforderung, betonte der Bundeskanzler in seinem Referat vor den Kammerrätinnen und Kammerräten. "Rund ein Fünftel der 15-Jährigen kann nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen, das hat der Pisa-Test ergeben. Diese jungen Menschen haben es schwer, einen Ausbildungsoder Arbeitsplatz zu finden." Zwar werde man mit Begleitmaßnahmen auch diese Risikogruppe unterbringen, es sei aber viel wichtiger, es in Zukunft gar so weit kommen zu lassen, so Gusenbauer.

Der Bundeskanzler appellierte an die Länder, der Bundesregierung dabei zu helfen, dass schon vor Eintritt in die Schule - also während des Kindergartens - hier gegengesteuert werde.

"Wenn wir die Defizite der Kinder schon in jungen Jahren ausgleichen können, so schaffen wir die Grundlage dafür, dass die absurde soziale Differenzierung in Bildungsfragen der Vergangenheit angehört."

Gusenbauer sprach sich auch klar dafür aus, die strikte Trennung zwischen Maturantinnen und Maturanten einerseits und Lehrlingen andererseits endlich aufzuheben. "In Zukunft soll es so sein, dass man mit Gymnasium, Berufsbildender Höherer Schule und Lehre bis zur Matura kommt. Auch Lehrlinge sollen die Möglichkeit haben, eine gleichwertige Matura abzulegen - und das kostenlos! Das ist ein Schritt, der die Wettbewerbsfähigkeit Österreich sichert."

In Richtung Wirtschaft und deren Forderung nach Facharbeiterinnen und Facharbeitern aus dem Ausland in Zusammenhang mit der Öffnung des Arbeitsmarktes im Jahr 2011 meinte Gusenbauer, Österreich habe Recht damit getan, zuerst zu versuchen, den Bedarf an ausgebildeten Kräften durch Aufqualifizierung im Inland zu decken. Österreich brauche generell nur qualifizierte Zuwanderer.

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