Wasserreport 2008

Gute Noten für Österreichs Wasserversorger

Innsbruck (OTS) - Der "AQA Wasserreport" erhebt - unter Mitwirkung der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) -auf periodischer Basis die Einstellung der ÖsterreicherInnen zum Thema Wasser. Die Studie, die 1.000 Interviews umfasst, wird repräsentativ für die österreichische Bevölkerung durchgeführt und untersucht die Einstellung, das Wissen und Empfinden der ÖsterreicherInnen zu ihrem Trinkwasser. Die aktuellen Ergebnisse für 2008 liegen nun vor und zeigen eindrucksvolle Ergebnisse auf.

Österreich - Quelle Europas

Knappe 2 Liter trinken die ÖsterreicherInnen täglich vom "Lebensmittel Nummer 1". Kein Wunder, denn die Qualität des heimischen Wassers wird als extrem hoch eingestuft: 90% der Befragten beurteilen die Wasserqualität als sehr gut oder gut. Dass Österreich dabei das beste Wasser in Europa hat, daran zweifeln die ÖsterreicherInnen nicht: Ganze 97% reihen bei der Wasserqualität Österreich an die erste Stelle. Mit Abstand dahinter werden die Schweiz und Deutschland als weitere Länder mit guter Wasserqualität genannt. Wenig Vertrauen in die Wasserqualität wird dabei den klassischen Urlaubsländern Italien, Spanien und Griechenland entgegengebracht, die die Hitliste der Länder mit der "schlechtesten" Wasserqualität aus Sicht der ÖsterreicherInnen anführen.

Dabei bekommen aber nicht nur die Wasserqualität in Österreich, sondern auch die Wasserversorger ein gutes Zeugnis ausgestellt. Mit einem Zufriedenheitswert von 1,4 (Schulnoten-Skala) wird den Wasserversorgungsunternehmen ein "Sehr gut" attestiert. Als wichtigstes Kriterium für eine gute Wasserversorgung wird dabei überwiegend die "Wasserqualität" genannt.

Wissensdurst

Die Hälfte unserer Bevölkerung will sich mit ihrem Trinkwasser noch stärker auseinandersetzen und wüsste gerne mehr über Bereiche wie die Zusammensetzung des Wassers, die genaue Härte oder allfällige Schadstoffe. Dabei ist den Befragten sehr gut bekannt, woher genau ihr Trinkwasser stammt. 78% geben an, zu wissen, aus welcher Gegend oder Quelle ihr Wasser kommt. Von diesen geben 86% an, dass es ihnen wichtig ist, dass ihr Wasser aus dieser Quelle/Gegend kommt.

Sorgen machen sich die ÖsterreicherInnen kaum: Knapp mehr als jeder Zehnte gibt an, sich oft Gedanken über die Qualität oder Versorgungssicherheit zu machen. Als Einflussfaktoren für eine mögliche Verschlechterung werden dabei die Bereiche Umweltverschmutzung und Klimawandel genannt.

Und wenn es darum geht, wem die ÖsterreicherInnen am meisten Vertrauen zu Aussagen zur Wasserqualität schenken, liegen Konsumentenschutzorganisationen und Universitäten/Forschungseinrichtungen am höchsten in der Gunst. Aber auch die Gemeinden und Wasserversorgungsunternehmen liegen beim Vertrauensindex im positiven Bereich. Kein Vertrauen wird dabei den Parteien oder der EU entgegengebracht.

Österreichs billigstes Lebensmittel

Trinkwasser ist in Österreich das mit Abstand billigste Lebensmittel. Ein Kubikmeter Wasser kostet im Österreichschnitt rund 1,10 Euro (exkl. MwSt.) - umgerechnet bedeutet das, dass sich ein Liter Trinkwasser mit nur 0,1 Cent zu Buche schlägt. Der Wasserpreis ist den ÖsterreicherInnen dabei kaum bekannt: 78% geben laut Wasserreport an, nicht zu wissen, was ihr Wasser kostet. Das mag einerseits an der sehr guten Preis-Leistungssituation liegen, andererseits stellt der Preis offenbar keine relevante Größe an den gesamten Haushaltsausgaben dar.

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