Weiz: Jubiläums-Pfingsttreffen als Impuls für Erneuerung

"Weizer Pfingstvision" feiert 20-jähriges Bestehen mit Start des "Weges der Hoffnung"

Graz, 6.5.08 (KAP) Die "Weizer Pfingstvision" feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr der oststeirischen kirchlichen Reforminitiative, die mit ihrem Motto "Je spiritueller, desto solidarischer" weit über die Region Weiz hinaus Anhänger fand, findet seinen Höhepunkt am kommenden Pfingstsonntag in Weiz. Dem pfingstlichen Treffen ging bzw. geht auch diese Woche noch eine Reihe von Veranstaltungen mit sozialpolitischer, kultureller und spiritueller Ausrichtung voraus. Den Pfingstgottesdienst am 11. Mai um 10 Uhr in der Weizbergkirche gestaltet heuer der Aachener Pfarrer und Autor "biblischer Gedichte", Wilhelm Bruners. Darauf folgt der schon traditionelle Fußmarsch zum Franziskussteinbruch bei Weiz.

Dass die "Weizer Pfingstvision" mittlerweile zu einer Bewegung mit überregionaler Bedeutung heranwuchs, zeigt nach den Worten des Initiators und Leiters, Fery Berger, der gute Start des vor kurzem ausgerufenen "Weges der Hoffnung": Diese mehrjährige, vom Zweiten Vatikanischen Konzil inspirierte Initiative vernetzt Christen, aber auch "Menschen guten Willens" für eine Erneuerung in Kirche und Gesellschaft. Prominente Katholiken wie der ägyptische Jesuit und Mystiker P. Henry Boulad, EU-Sonderkoordinator Erhard Busek, der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner oder Romero-Preisträger Günter Zgubic hätten sich dem "Weg der Hoffnung" bereits angeschlossen, so Berger in einem "Kathpress"-Gespräch. Ihnen allen gehe es um ein gesellschaftlich wirksames "neues Pfingsten", das die Globalisierung mit dem Geist christlicher Nächstenliebe und mit dem Anspruch auf Gerechtigkeit und Solidarität durchdringen soll, erläuterte Berger.

Schüssel, Glavinic und Bruners zu Gast

Erfreut zeigte sich Berger über das positive Echo auf die bisherigen Jubiläumsveranstaltungen in und um Weiz. Er wies auf den jüngsten Besuch von Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hin, der sich in einer Vortrag mit dem Thema "Wirtschaft und Solidarität" beschäftigte; das Spannungsfeld zwischen "Globalität und Gerechtigkeit" habe unter ganz anderem Blickwinkel auch der EZA-Experte und Publizist Leo Gabriel erläutert. Kulturell Interessierte seien bei einem Gespräch des Erfolgsautoren Thomas Glavinic mit dem Priester und Psychotherapeuten Arnold Mettnitzer auf ihre Rechnung gekommen.

Auf Kontinuität angelegt ist laut Berger ein meditativ-musikalisches "Crossover"-Projekt des Organisten Johannes Ebenbauer und der Gruppe "Beefolk": Unter dem Titel "Eternity" sei es zu einer Richtung weisenden Fusion von mittelalterlichen Gregorianik und rhythmischem Ethno-Sound gekommen, bei der sich die Besucher frei in der nur von Kerzen erleuchteten Weizbergkirche bewegten. Eine weitere Kostprobe ihres Könnens werden die Musiker am Sonntag ab 20 Uhr bei einer "Pfingstperformance" im Kunsthaus Weiz geben.

Der diesjährige Hauptzelebrant des Pfingstfestgottesdienstes, Wilhelm Bruners, wird bereits am Freitag, 9. Mai, um 19.30 Uhr im Kunsthaus Weiz einen Vortrag zum Thema "Wie Jesus glauben lernte" halten; am Pfingstsamstag, 10. Mai, leitet er zunächst im Pfarrzentrum am Weizberg ein spirituelles Seminar unter dem Titel "Gott ohne Grenzen", ab 21 Uhr gestaltet er die traditionelle "Spirituelle Nacht" in Weiz mit.

Das heurige 20. Weizer Pfingstereignis ist diesmal auch im ORF stark präsent: Am Pfingstsonntag ist von 9.04 bis 10 Uhr im ORF-Radio Steiermark Fery Berger zu Gast. Am Pfingstmontag gestaltet Prof. Zulehner zwischen 7.05 und 8 Uhr auf Ö1 die Reihe "Erfüllte Zeit" mit Bezügen auf Weiz. Im selben Programm ist am Pfingstmontag ab 10.30 Uhr eine Sendung über "20 Jahre Weizer Pfingstvision" zu hören. Im ORF-Fernsehen war dem Jubiläum eine Ausgabe des Religions-Magazins "Orientierung" gewidmet (nachzusehen unter "webcast" auf der Homepage http://religion.orf.at).

(Weitere Informationen zum Weizer Pfingstereignis und zum "Weg der Hoffnung": www.pfingstvision.at) (ende)
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