Fahrschulen-Hausherr: Erste Erfahrungen mit Spritsparen in der Führerscheinausbildung

Wirksame Maßnahme für langfristigen Erfolg in Form von geringerem Kraftstoffverbrauch und erhöhter Verkehrssicherheit

Wien (PWK345) - Die Umsetzung von "Modern Driving" im Rahmen der zweiten Perfektionsfahrt in der Führerscheingesetz-Durchführungsverordnung steht, wie vom Fachverband der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vorgeschlagen und ausgearbeitet, unmittelbar bevor. "Spätestens im Herbst dieses Jahres wird dann das Üben von spritsparendem Fahren für alle Fahrschüler verpflichtend sein", freut sich Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen, anlässlich des Auftaktes zum Spritsparwettbewerb 2008. Der Spritsparwettbewerb steht allen Interessierten offen, die Bewerbe finden bis in den Sommer hinein laufend statt, die Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort möglich. Informationen über die Möglichkeiten teilzunehmen, zur Anmeldung sowie Spritspartipps sind auf der Homepage www.spritspar.at zu finden.

"Erste Erfahrungen und Ergebnisse im Testbetrieb verdeutlichen die Wirksamkeit dieser Maßnahme zur Senkung des Kraftstoffverbrauches, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Reduktion der Abgasemissionen", zeigt sich Hausherr über diese Erkenntnisse sehr zufrieden. "Zusätzlich kann mit der neuen Maßnahme die Zufriedenheit der Fahranfänger mit dem Abschlussmodul der Mehrphasenausbildung signifikant gesteigert werden, wie erste Reaktionen und Rückmeldungen belegen."

Der konkrete Ablauf sieht vor, dass der Fahrschüler eine vorher festgelegte Fahrtstrecke zweimal befährt. Bei beiden Fahrten wird wie bereits jetzt auf Blicktechnik, defensives Fahrverhalten oder die Analyse individueller Fahrfehler geachtet. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung in die Technik des Treibstoff sparenden Fahrens und Modern Driving wird die Strecke erneut zurückgelegt. Anschließend werden beide Fahrten verglichen und analysiert.

In einigen Fahrschulen wird das System derzeit erprobt und es zeigt sich, dass die Fahranfänger nach einer kurzen Einweisung im Schnitt cirka 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Bei einem Mittelklasse-PKW bedeutet dies einen Minderverbrauch von ca. 0,8l/100km oder 2 kg CO2. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.000 km pro Jahr und 85.000 Fahranfängern kann allein diese Maßnahme helfen, die CO2 Belastung um 20.000 Tonnen zu reduzieren. Erreichen wir mit zusätzlichen Spritspartrainings auch noch die Autofahrer, die schon länger den Führerschein besitzen, könnten wir die CO2 Reduktion vervielfachen.

"Aus Erfahrung weiß man, dass alles, was von Anfang an gelernt und wofür Bewusstsein geschaffen wird, auch in der Zukunft praktiziert wird", ist Hausherr überzeugt. "Deshalb erwarten wir uns durch diese bereits am Beginn als Verkehrsteilnehmer durchgeführte Maßnahme langfristige positive Effekte auf die Unfallszahlen, den Spritverbrauch und damit auf die Umwelt sowie einen verminderten Verschleiß." (JR)

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Fachverband der Fahrschulen
Mag. Gernot Reiter
Tel.: (++43) 0590 900-3161
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