Grüne Wien zu 21er-Einstellung: Wiener Linien verschweigen die ganze Wahrheit

Puller: Infofolder beschönigt die Nachteile der 21er-Einstellung

Wien (OTS) - "Der Infofolder der Wiener Linien zur Einstellung des 21ers ist eine Ansammlung von Halbwahrheiten und Beschönigungen", ärgert sich Ingrid Puller, Verkehrssprecherin der Grünen Wien über den Folder der Wiener Linien, der über die Änderungen im ÖV-Netz in der Leopoldstadt informieren soll. "Der Infofolder ist eine Beruhigungspille mit Ablaufdatum für die Bevölkerung. Wenn die Straßenbahnlinie 21 am Montag nach der U2-Eröffnung nicht mehr fährt, wird die Bevölkerung zu spüren bekommen, dass dieser Folder viele leere Versprechungen enthält."

Die Kritikpunkte im einzelnen:
- "... es verkehrt zwischen Schwedenplatz und Heinestraße weiterhin eine Straßenbahn." Es stimmt, dass der N weiterhin verkehrt, aber das Intervall in der Taborstraße verdoppelt sich.
- "Im Abschnitt Praterstern-Taborstraße übernimmt der 80A die Nahversorgungsanbindung." Auch hier nur eine Halbwahrheit. Der 80A fährt abends (ab 20:00 Uhr) und am Sonntag gar nicht.
- "... einige Schülerkurse des 80A werden bis zum Karmeliterplatz verlängert." Dabei handelt es sich lediglich um ganze zwei (!) Busse in der Früh.
- "Der 80B versorgt das Pensionistenwohnhaus Prater." Kein Vergleich mit den derzeitigen Intervallen (6-8 Minuten) des 21ers. Die 80B-Intervalle werden 15 bzw. 30 Minuten betragen.
- "Während der Öffnungszeiten des Stadioncenters fährt jeder zweite 11A bis zum Stadion." Das bedeutet kein 11A zwischen U2-Krieau und U2-Stadion vor 8:20 und nach 20:30 Uhr, sowie am Sonntag. Außerdem ist diese Linienführung nur für ein Jahr befristet.
- Der Folder spricht von einer "Vervielfachung der Fahrgastkapazität bei Großveranstaltungen im Stadion." Wahr ist, dass die Wiener Linien derzeit mit den Straßenbahnen 24.000 Personen pro Stunde zum Stadion befördern können und die U-Bahn auch nur 25.500 Personen in der Stunde schafft.

"Alle diese Kritikpunkte belegen, dass die geplanten Ersatzbusse den 21er bei weitem nicht vollwertig ersetzen können. Die Wiener Stadtregierung will die Bevölkerung offenbar für dumm verkaufen", so Puller abschließend.

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