Katzian: EU braucht eine offensive Sozialstrategie

Modernisierung des Sozialmodells muss höheren Lebensstandard bringen

Wien (ÖGB) - "Wir brauchen eine offensive Sozialstrategie die den Menschen einen höheren Lebensstandard bringt", fordert der Europasprecher des ÖGB-Vorstandes und Vorsitzender der Gewerkschaft GPA-DJP, Wolfgang Katzian, anlässlich der zweitägigen Konferenz der EU-Kommission in Brüssel über die "Anpassung an neue soziale Gegebenheiten". Katzian fordert insbesondere Sozialkommissar Vladimir Spidla auf den Befürchtungen vieler Menschen, der Lebensstandard könnte in den kommenden Jahren sinken endlich mit konkreten Initiativen entgegenzutreten.++++

"Mir ist es einfach zuwenig, wenn der verantwortliche EU-Kommissar Befürchtungen der Menschen referiert ohne konkrete Initiativen und Alternativen anzubieten", bemerkte Katzian in Anspielung auf die gestrige Aussage von Spidla, dass "die Schwierigkeiten, die junge Leute zu bewältigen haben, unter anderem auch die Suche nach Arbeitsplätzen und erschwinglichen Wohnraum, hätten die Befürchtung hervorgerufen, dass die heutige Generation junger Europäer nicht denselben Lebensstandard genießen wird wie ihre Eltern."

Der ÖGB-Europasprecher forderte in diesem Zusammenhang die EU-Kommission auf bei der für Juni geplanten EU-Agenda für "Chancen, Zugangsmöglichkeiten und Solidarität" endlich "über ihren eigenen Schatten zu springen und sich davon zu verabschieden, Wettbewerb über die Bedürfnisse der Menschen zu stellen." Katzian: "Die Menschen werden erst wieder an die EU glauben, wenn sie spüren, dass es konkrete Lösungen für ihre Probleme gibt."(ff)

ÖGB, 6. Mai 2008 Nr. 279

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