Österreichische Wirtschaft unterstützt baldigen Euro-Beitritt der Slowakei

Leitl: Die Vergrößerung der Eurozone ist ein bedeutender Schritt in Richtung europäischer Integration - erster Beitritt eines ehemaligen Comecon-Staates ist "historisch"

Wien (PWK344) - "Die Aufnahme unseres Nachbarstaates Slowakei in
die Euro-Gruppe wird ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung europäischer Integration sein", unterstützt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich sowie in seinen europäischen Funktionen, die Bestrebung der Slowakei mit 1.1.2009 die europäische Einheitswährung einzuführen. "Die österreichische Wirtschaft, die mit der Slowakei traditionell eng verbunden ist, hofft auf einen baldigen Euro-Beitritt." Das bilaterale Außenhandelsvolumen betrug in Vorjahr fast 4,4 Mrd Euro. Die österreichischen Exporte in die Slowakei stiegen um 16 Prozent, die Importe sogar um 29 Prozent. "Nirgends sind zwei Hauptstädte in Europa so nah beisammen, wie Wien und Bratislava. Mit einer gemeinsamen Währung können die Synergien und gemeinsame Projekte noch weiter intensiviert werden", ist Leitl überzeugt.

Ein starker Euro stelle ein starkes Rückgrat für Europa dar. "Er ist aber viel mehr als nur ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Erfolgsstory Europas, er ist auch ein bedeutender Teil der großen Vision eines starken, einheitlichen Europas", unterstrich der WKÖ-Präsident die Bedeutung der Einheitswährung für die EU. Grundsätzlich hätten sich alle neuen Mitgliedstaaten mit ihrem EU-Beitritt auch zu einer mittelfristigen Teilnahme an der Europäischen Währungsunion verpflichtet. "Mit der kontinuierlichen Aufnahme der neuen EU-Mitglieder in die Eurozone nimmt diese Vision nun immer mehr Gestalt an", freut sich Leitl. Nach Slowenien, Zypern und Malta wird die Slowakei der 16. Euro-Staat sein und damit der erste aus dem ehemaligen Ostblock-Wirtschaftsbündnis Comecon - "ein historisches Ereignis und ein deutliches Signal für ein gemeinsames Europa".

Die EU-Kommission wird am 7. Mai 2008 einen sogenannten Konvergenzbericht vorlegen, der die Euro-Reife mehrerer Staaten bewertet. Fällt dieser Bericht positiv aus, will die Slowakei den Euro mit Beginn des nächsten Jahres einführen. Das Land übertraf mit einem Wirtschaftswachstum von 9 Prozent 2007 die asiatischen "Tigerstaaten" und ist damit die Nummer 1 in der EU. Leitl: "Die Slowakei hat bezüglich Maastricht gute Vorarbeit geleistet. Nun gilt es auch die Bürger umfassend zu informieren, damit sie mit großem Vertrauen auf die neue Europawährung umsteigen können." Die slowakische Regierung sei daher gefordert, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die Umstellung sowohl aus Sicht der Volkswirtschaft als auch des Volkes bestmöglich über die Bühne gehen kann. (Ne)

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