Strache fordert Null Toleranz bei Sexualstraftaten

Delikte gegen Leib und Leben wesentlich härter bestrafen als Vermögendselikte

Wien (OTS) - Als absolut skandalös bezeichnete es FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache, dass ein Lehrer in Oberösterreich, der wegen Besitzes von Kinderpornographie verurteilt worden ist, nicht sofort entlassen wurde, sondern lediglich bei vollen Bezügen freigestellt wurde und vielleicht sogar wieder unterrichten darf. "Es ist völlig ungeheuerlich, wenn überhaupt nur ansatzweise darüber nachgedacht wird, einen solchen Menschen wieder auf unsere Kinder loszulassen", zeigte sich Strache entsetzt.

Dieser Fall in Steyr belege einmal mehr, dass in unserer Gesellschaft in der Frage des Kinderschutzes und der Verhinderung und Bestrafung von Sexualstrafdelikten vieles im Argen liege. Deshalb fordert Strache, dass Sexualstraftaten nicht mehr getilgt bzw. gestrichen werden dürfen. Hier müsse es Null Toleranz geben, solche Täter müssten lebenslang unter Beobachtung gestellt werden.

Überhaupt sei das Strafausmaß für solche Fälle einer gründlichen Revision zu unterziehen. Kapitalverbrechen wie Mord, Körperverletzung, Kindesmisshandlung und -missbrauch und Vergewaltigung würden derzeit verhältnismäßig geringer bestraft als Raub, Diebstahl oder Einbruch. "Menschenfleisch ist in dieser Republik am Billigsten", kritisierte der FPÖ-Chef."Delikte gegen Leib und Leben müssen wesentlich härter bestraft werden als Vermögensdelikte", forderte Strache.

Strache forderte auch eine völlige Offenlegung der Akten über die Vergewaltigungsfälle Fritzls vor vierzig Jahren. Es sei unglaublich, dass die Behörden darüber keine Kenntnis gehabt hätten, als ihm die Genehmigung zur Adoption der Kinder erteilt worden sei. Auch das Verschwinden der jetzt 42-jährigen Tochter wäre bei Kenntnis der Vergewaltigungsakten in einem ganz anderen Licht erschienen. Es sei absurd, dass Fritzl nie wieder überprüft worden sei.

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