Missethon tief betroffen vom Ableben von Gottfried Natschläger

Null Toleranz gegenüber jugendlicher Gewalt

Wien, 03. Mai 2008 (ÖVP-PK) Tief betroffen zeigt sich ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon über das Ableben von ÖVP-Bezirkspolitiker Hofrat Gottfried Natschläger. „Unsere Anteilnahme gilt der Familie und den Angehörigen. Natschläger war ein angesehener und verdienter Politiker der Stadt Wien. Es ist unfassbar, dass er grundlos von jugendlichen Gewalttätern mitten aus dem Leben gerissen wurde“, so der ÖVP-Generalsekretär weiter. ****

„Dieses tragische Ereignis muss uns darin bestärken, null Toleranz gegenüber jugendlichen Gewalttätern walten zu lassen. Wir müssen einschreiten, wir müssen hinschauen und dürfen nicht die Augen davor verschließen“, betont Missethon.

„Eltern sein ist eine Pflicht“, so der ÖVP-Generalsekretär. Eine Studie des Salzburger Instituts für Kriminalpsychologie belegt, dass rund 90 Prozent der jugendlichen Straftäter ohne Vater bzw. Vaterfigur aufgewachsen sind und somit die männliche Bezugsperson fehlt. Missethon ortet eine „Vaterlosigkeit“ in der Erziehung bei jugendlichen Gewalttätern und fordert daher: „Wir müssen das Bewusstsein verstärken, dass Vater sein auch mit Pflichten verbunden ist. Zudem sollen mehr Männer in Berufen wie Kindergärtner oder Volksschullehrer arbeiten. Hier sind umgehend Maßnahmen zu setzen.“

Auch was die Rückführung von jugendlichen Gewalttätern in die Gesellschaft betrifft, habe sich beim Besuch des deutschen „Box“-Camps in Hessen gezeigt, dass der große Erfolg dieser Einrichtung darauf beruhe, dass Lothar Kannenberg, der Leiter des Camps, von
den dort betreuten Jugendlichen vielfach als Vaterfigur
wahrgenommen wird. „Daher sollte auch die Rolle von Sozialarbeitern und Erziehungshelfern hinterfragt werden“, so Missethon. Die Frage hier soll lauten: "Können sie gewisse Vorbildfunktionen leisten und sind die Anforderungsprofile für diese Berufe derzeit noch zeitgemäß?" Zudem soll der Schulsport an Bedeutung gewinnen.

"Die ÖVP hat bereits mehrere Maßnahmen gegen Gewalt unter Jugendlichen gesetzt, insbesondere gegen Gewalt an der Schule", verweist Missethon auf entsprechende Beschlüsse und Vorstöße des ÖVP-Bundesparteivorstandes wie den Ethikunterricht, den Bildungsvertrag zwischen Eltern und Schule bis hin zum Manifest gegen Gewalt an der Schule. "Es geht um die Vermittlung von Werten an die Jugendlichen und eine Wiederherstellung der Autoritäten. Wir dürfen die Augen nicht verschließen. Null Toleranz für jugendliche Gewalt“, schließt Missethon.

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