"profil": Austrian Airlines: Mohamed Al Jaber sagt Engagement ab

Investor erhebt in geheimem Kündigungsschreiben schwere Vorwürfe gegen AUA-Chef Alfred Ötsch

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe exklusiv berichtet, hat Unternehmer Mohamed Bin Issa Al Jaber das geplante Engagement bei der Austrian Airlines-Gruppe aufgekündigt. "profil" liegt ein mit 30. April datiertes Schreiben seiner Anwälte der Wiener Kanzlei Wolf Theiss vor. Darin heißt es unter anderem wörtlich: "Unsere Mandantinnen (Al Jaber und dessen Unternehmensgruppe, Anm.) erachten sich durch die vor Vertragsschluss offenkundig unrichtige Darstellung der Unternehmensentwicklung bewusst in die Irre geführt. Der beabsichtigten Kooperation unter Kapitalbeteiligung wurde dadurch jegliche Grundlage entzogen." Und weiter: "Angesichts der hervorgekommenen Tatsachen erachten sich unsere Mandantinnen an den Zeichnungsvorvertrag nicht mehr gebunden und ziehen die Verpflichtung zur Zeichnung der Kapitalerhöhung zurück. Darüber hinaus behalten sich unsere Mandantinnen die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen vor."

Am 3. April hatte sich Mohamed Al Jaber vertraglich verpflichtet, im Rahmen einer geplanten Kapitalerhöhung und vorbehaltlich der Genehmigungen durch die AUA-Hauptversammlung am 7. Mai junge Aktien zum Stückpreis von 7,1 Euro bis zu einem Gesamtvolumen von 150 Millionen zu erwerben. Der Investor wirft Ötsch nun vor, die Wahrheit über die AUA-Verluste im ersten Quartal 2008 verschwiegen zu haben. Im Schreiben der Al Jaber-Anwälte heißt es dazu: "Bei Kenntnis der wahren Wirtschaftslage hätten unsere Mandantinnen den Zeichnungsvorvertrag niemals abgeschlossen."

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