Großes Goldenes Ehrenzeichen für Peter Marboe

Wien (OTS) - Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl überreichte am Mittwoch im Wiener Rathaus Dr. Peter Marboe, Stadtrat a. D. und Intendant i. R., das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Häupl würdigte die Zusammenarbeit mit Marboe und dessen Leistungen als Kulturstadtrat und erwähnte besonders das Mahnmal am Judenplatz, Marboes Einsatz für die Restitution, die "Schönberg-Rückholung" und andere Leistungen, mit denen Marboe Spuren weit über die Tagespolitik hinaus hinterlassen habe. Ähnliches gelte auch für das Mozartjahr, das in glückhafter Weise zu einer Auseinandersetzung mit dem Genius Mozarts in verschiedenster Form und auf hohem Niveau geworden sei und dessen Nachhaltigkeit man etwa auch im Mozarthaus erkennen könne. In der politischen Arbeit habe die damalige Koalition in Wien in Respekt, Achtung und Anerkennung zur Zusammenarbeit gefunden, aus dem gegenseitigen Vertrauen sei bei ihm und Marboe Freundschaft geworden. Auch Marboe dankte dem Bürgermeister für die Zeit der Zusammenarbeit und die daraus erwachsene Freundschaft und sprach das demokratische Grundvertrauen als Basis politischer Arbeit an. Er dankte allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben, insbesondere seiner Familie und den Künstlern, die Wien zur Kulturstadt von Weltformat machen. ***

Peter Marboe war von 29. November 1996 bis 27. April 2001 Wiener Kulturstadtrat und hat in dieser Funktion unter anderem Drei-Jahres-Verträge für Theater und andere Kulturinstitutionen eingeführt, das Projekt Judenplatz zum Abschluss gebracht und weitere wichtige Schritte in der Wiener Kulturpolitik wie die Vollendung des Tanzhauses im Museumsquartier oder die Reform der Filmförderung der Stadt Wien gesetzt. Weiters fielen in seine Amtsperiode die Initiative zu großen kulturellen Investitionsvorhaben wie dem Neubau des Stadt- und Landesarchivs, großen Renovierungen im Konzerthaus und im Musikverein und wichtige Schritte im Zusammenhang mit kultureller Integration innerhalb der Stadt und dem Kulturaustausch auf europäischer Ebene. Ein großes Anliegen war ihm die "Entparteipolitisierung der Kulturpolitik".

Nach der Gemeinderatswahl 2001 schied er als Ressortverantwortlicher aus, blieb zunächst aber als Stadtrat ohne Portefeuille Mitglied des Wiener Stadtsenats, bis er mit 1. Dezember 2003 mit der Intendanz für das Wiener Mozartjahr 2006 betraut wurde. Dieses machte er zu einer Erfolgsgeschichte in Hinsicht auf kulturelle Spitzenereignisse, innovative Ansätze wie auch Breitenwirksamkeit und mit nachhaltigen Effekten für die Stadt. Ebenso profitierte die Stadt in touristischer, medialer und generell wirtschaftlicher Hinsicht vom Mozartjahr in der Gestaltung durch Peter Marboe.

Bis zu seinem Wirken für die Stadt Wien hatte Marboe bereits eine erfolgreiche Laufbahn durchschritten. Am 8. Juni 1942 in Wien als Sohn des späteren Leiters der Bundestheaterverwaltung, DI Ernst Marboe, geboren, absolvierte Peter Marboe nach dem Besuch der Volksschule und des Schottengymnasiums das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, wo er 1965 promovierte. Seine berufliche Laufbahn begann er 1967 an der Kulturabteilung des Bundespressedienstes, nach beruflichen Stationen innerhalb der ÖVP, unter anderem als Sekretär von Bundeskanzler Dr. Josef Klaus, ging er 1970 als Presseattache nach New York, wo er ab 1979 Direktor des Österreichischen Presse- und Informationsdienstes und ab 1984 Direktor des Österreichischen Kulturinstituts war. 1987 nach Wien zurückgekehrt, wurde er Hauptgeschäftsführer der ÖVP, ab 1991 Leiter der kulturpolitischen Sektion im Außenministerium. Im Herbst 1996 übernahm er schließlich das Amt des Kulturstadtrates in der SPÖ-ÖVP Koalition in Wien.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Kultur nahmen an der Feier teil, darunter Erster und Dritter Landtagspräsident Johann Hatzl und Heinz Hufnagl, die Amtsführenden Stadträte Dr. Andreas Mailath-Pokorny und Dr. Michael Ludwig sowie Stadträtin Mag. Cortolezis-Schlager, Vizebürgermeister a. D. Dr. Bernhard Görg und Kulturstadtrat a. D. Franz Mrkvicka.

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