Wirtschaftskammer-Reform: Reduktion der Fachorganisationen um 30 Prozent

Leitl: Reformprozess auf Schiene - Abschlankung möglich, ohne an Fitness zu verlieren

Wien (PWK336) - Das Erweiterte Präsidium der Wirtschaftskammer Österreich beschloss Mittwoch nachmittags - wie geplant - eine Reduktion der insgesamt 976 Körperschaften öffentlichen Rechts in der Wirtschaftskammer-Organisation um 30 Prozent. Damit wurde ein weiterer wichtiger Teilbeschluss in Bezug auf die Reform der Fachorganisationsordnung gefasst, welche Ende Juni im Wirtschaftsparlament beschlossen werden wird. WKÖ-Präsident Christoph Leitl: "Es geht uns um die bestmögliche Interessenvertretung der Betriebe bei sparsamer und effizienter Mittelverwendung. Mit der Reduktion der Fachverbände und Fachgruppen um 30 Prozent wird jetzt nach der 30-prozentigen Reduktion der Kammerumlagen der zweite Reformschritt erfolgreich umgesetzt. Der Reformprozess ist auf Schiene, der Abschlankprozess hat damit sein Ziel erreicht. Mit der zweimaligen Umsetzung der Formel "Minus 30 Prozent" beweist die Wirtschaftskammer, dass sie intern zur Abschlankung fähig ist, ohne extern an Fitness zu verlieren. Im Gegenteil. In wichtigen Bereichen der Interessenvertretung, der Wissensvermittlung - Stichwort: Wifi -oder von Serviceleistungen wie der Außenwirtschaftsorganisation konnten beachtliche zusätzliche Leistungssteigerungen erzielt werden."

Bei der gegenwärtigen Reform schließen sich manche Berufsvertretungen mit ähnlichen zusammen, um eine ausreichende organisatorische und finanzielle Größe auf Landesebene zu erreichen. Andere wieder organisieren sich auf Bundesebene als autonome Fachverbände mit Finanzhoheit. Die neue Grundstruktur gilt ab 2010. Leitl hält fest, dass "viele Fachorganisationen im Rahmen der Reform mutig über ihren Schatten gesprungen sind. Wer hätte etwa vor Kurzem gedacht, dass beispielsweise so traditionsreiche Branchen wie Fleischer, Bäcker und Konditoren in einer gemeinsamen Lebensmittel-Fachorganisation zusammen finden?"

Was die rund 200.000 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) betrifft, so sind sie nicht nur in der jeweiligen Branche organisiert, es wurde schon vor einiger Zeit auch ein eigener EPU-Beauftragter in der Wirtschaftskammer Österreich eingerichtet, welcher sich um die speziellen Anliegen und Interessen von Klein- und Kleinstbetrieben bemüht. Leitl: "Ein steuerbegünstigtes "Jahressechstel" für Selbständige analog zum 13./14. Gehalt bei Unselbständigen kommt vor allen den Ein-Personen-Unternehmen zugute und steht im Zentrum unserer Forderungen an die kommende Steuerreform. Und mit der Abfertigung Neu auch für Unternehmer oder der Einführung einer Arbeitslosenversicherung wird ihre soziale Sicherheit massiv erhöht." (RH)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich,
Abteilung Recht und Organe
Dr. Herwig Höllinger
Tel: +43 (0)5 90 900 4083
Fax: +43 (0)5 90 900 296
Email: Herwig.Hoellinger@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0010