Kirchliche "Iustitia et Pax"-Kommission setzt neue Schwerpunkte

Diözesanbischof Ludwig Schwarz leitete konstituierende Sitzung der neu zusammengesetzten Kommission

Wien, 30.4.08 (KAP) "Religion, Gesellschaft und Politik in Europa", "Versöhnung und Friede" und "internationale Solidarität und Gerechtigkeit" sind die Schwerpunktthemen, mit denen sich die bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden ("Iustitia et Pax") in den kommenden drei Jahren befassen wird. Dies sagte der Vorsitzende von "Iustitia et Pax", Diözesanbischof Ludwig Schwarz, bei der konstituierenden Sitzung der neu zusammen gesetzten Kommission.

Die kirchliche Fachkommission verfügt über einen Pool von 35 anerkannten Experten aus Kirche, Wissenschaft, öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft. Bischof Schwarz begrüßte ausdrücklich das interdisziplinäre Potenzial der Kommission, das für die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen in christlicher Perspektive wichtig sei.

Die Direktorin der Kommission, die Sozialethikerin Prof. Ingeborg Gabriel, betonte den Netzwerkcharakter der Arbeit. "Iustitia et Pax" sei ein "runder Tisch" für kirchliche wie nichtkirchliche Akteure, der auf gegenwärtige wie sich abzeichnende Fragestellungen Antworten finden wolle. Gabriel kündigte für Herbst eine Tagung an, die sich speziell mit aktuellen Tendenzen eines aggressiver auftretenden Laizismus in Europa auseinandersetzen will. Zum 40-Jahr-Jubiläum der Kommission im Jahr 2009 soll ein internationales Symposion über die Entwicklung der Menschenrechte in Zeiten der Globalisierung stattfinden.

Die österreichische Kommission "Iustitia et Pax" wurde 1969 von der Österreichischen Bischofskonferenz gegründet. Sie hat den Auftrag, aus christlicher Perspektive einen Beitrag zur Förderung des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit und der Menschenrechte innerhalb Österreichs und in der Welt zu leisten. Europaweit gibt es derzeit 31 nationale "Iustita et Pax"-Kommissionen. (Informationen:
Generalsekretär Hanspeter Ruedl, Tel.: 317.03.21/72 oder 0676/751.70.73, E-Mail: hanspeter.ruedl@iupax.at). (ende)
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