Peter Haubner: Darabos Alleingang beim Eurofightervertrag gefährdet Pilotenausbildung

Wien (ÖVP-PK) - Der Alleingang von Verteidigungsminister Darabos beim Eurofightervertrag gefährdet die Pilotenausbildung, kritisierte ÖVP-Abgeordneter Peter Haubner heute, Mittwoch. Dies ergibt sich aus der Antwort des Ministers auf eine parlamentarische schriftliche Anfrage Haubners an Darabos. Haubner führt aus: ****

  • Geringer Klarstand bei Eurofightern,
  • zu wenig Flugstunden für Eurofighterpiloten,
  • F5 müssen nach der EM zurückgegeben werden,
  • MLU Saab 105 OE nicht wirtschaftlich und nicht durchführbar,
  • Pilotenausbildung nach Kanada ausgelagert,
  • Start des Europäisches Piloten-Trainingsprogrammes noch nicht absehbar.

"Die Antwort auf meine Anfrage an Minister Norbert Darbos spiegelt die Unsicherheit wider, in der sich der Herr Verteidigungsminister hinsichtlich der Ausbildung von Jet-Piloten für unser Bundesheer befindet", stellt Haubner fest.

"Darabos gibt an, dass er am 29. Juni 2007 einen Vertrag unterzeichnet habe, mit dem österreichische Piloten nach Kanada zum NATO Flying-Training in Moose Jaw und Cold Lake geschickt werden, um dort die entsprechende Ausbildung zu erhalten. Laut Aussage des Verteidigungsministers sollen dadurch bis 2009 insgesamt sechs Piloten die Reife für den Umstieg auf den Eurofighter erlangen."

Kurz darauf sind Überlegungen des Ministers bekannt geworden, die fast 40 Jahre alten Saab 105 OE einer Adaptierung, einem sogenannten MLU (Mid Life Update), zu unterziehen. "Nun hat der Minister anscheinend doch eingesehen, dass die Modernisierung der SAAB 105 OE nicht viel Sinn macht und lässt das Projekt einschlafen. Dadurch ist sowohl ein gravierender Engpass bei der Durchführung der Luftraumüberwachung als auch bei der Pilotenausbildung entstanden", beschreibt Haubner das Problem.

"Um dieses durch ihn verschuldete Loch irgendwie stopfen zu können, versucht der Minister nun verzweifelt, Maschinen bzw. Flugstunden zu ergattern", führt Haubner weiter aus. Ob Ankauf, Leasing oder doch nur Zukauf von Flugstunden oder Ausbildungskursen, da scheint sich der Minister noch nicht sicher zu sein."

Haubner: "Das gemeinsame Europäische Piloten-Trainingsprogramm ‚Eurotraining', an dem sich auch Österreich beteiligt - immerhin hat die Republik da bereits fast 700.000 Euro investiert - wird aber nicht vor 2016 verfügbar sein. Und die F5, die in dieser Hinsicht bis jetzt wertvolle Dienste geleistet haben, müssen nach der EM zurück in die Schweiz. Dann verfügen die Österreichischen Luftstreitkräfte über sechs bis sieben Eurofighter, die in der Einführungsphase sind und zirka 28 Stück Saab 105 OE, die aber nur einen Klarstand von sechs bis acht Maschinen aufweisen werden. Es muss dringend etwas geschehen, da muss sich Darbos schnell was überlegen!"

"Wichtig ist für das Österreichische Bundesheer und somit auch für die Republik Österreich, dass eine vernünftige, langfristige Lösung gesucht wird. Das heißt, dass die Ausbildung möglichst in Österreich auf Maschinen erfolgen soll, die im Besitz des Österreichischen Bundesheeres sind. Nur das schafft Sicherheit für die Bevölkerung ,und auch die Wertschöpfung bleibt im Inland", legte Peter Haubner seinen Standpunkt klar.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0004