Tschad-Einsatz: DARMANN: "Mission nicht verlängern, sondern auslaufen lassen"

"Jetzt ist auch Plassnik gefordert, für diesen Einsatz Gelder zur Verfügung zu stellen"

Wien (OTS) - Heftige Kritik an der von der Bundesregierung beschlossenen Verlängerung des österreichischen Tschad-Einsatzes bis Ende des Jahres übte heute BZÖ-Wehrsprecher Abg. Mag. Gernot Darmann. "Tschad-Mission nicht verlängern, sondern auslaufen lassen, hätte die Devise sein müssen", so Darmann weiter.

"Dieser bisher ohnehin unnötige Bundesheereinsatz hat schon an die 100 Millionen Euro verschlungen. Wenn schon die Appelle für ein Ende der Mission nichts fruchten, hat Verteidigungsminister Darabos wenigstens für die nötigen Geldmittel vorgesorgt? Immerhin hat der Minister angekündigt, was die Geldmittelbeschaffung für diesen Einsatz anlangt, außerhalb des Verteidigungsbudgets zu sorgen. Das Bundesheerbudget ist ohnehin schon eng bemessen und darf nicht noch mehr geschröpft werden. Es kann nämlich nicht sein, daß die Außenministerin in Brüssel großmundig die österreichische Beteiligung an der Tschad-Mission zusagt, von der Finanzierung aber letztlich nichts wissen will und somit das Bundesheer die vollen Einsatzkosten berappen muß", betonte Darmann.

Jetzt sei auch Außenministerin Plassnik gefordert, für diesen Einsatz Gelder zur Verfügung zu stellen. "Plassnik fordert wohl auch eine Verlängerung dieses Bundesheereinsatzes, ist aber nicht bereit, Geldmittel dafür aufzubringen. Es muß nun langsam Schluß mit dem Musterschüler spielen Österreichs in Brüssel sein", schloß Darmann.

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