Grüne Wien zu Psychiatrie: Experten-Reformvorschläge für Wien jahrelang schubladisiert

Pilz: Expertin Moritz bestätigt gravierende Unterversorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Wien (OTS) - Die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, kritisiert, dass die SPÖ sich seit Jahrzehnten auf der 1979 eingeleiteten Psychiatriereform ausruht. Expertin Moritz hat in der heutigen Anhörung bestätigt, dass eine 2002 erfolgte Iststandsanalyse der psychiatrischen Versorgung in Wien gezeigt hat, dass die Reformen über Anfangsschritte nicht hinausgekommen sind. 2002 wurden Maßnahmen vorgeschlagen, die bis heute auf Umsetzung warten. "Die SPÖ und die zuständigen Gesundheitsstadträtinnen haben die Vorschläge der ExpertInnen augenscheinlich schubladisiert und deren wesentliche Empfehlungen, wie etwa die Einrichtung eines Psychiatriekoordinators und die Weiterentwicklung des PSD, einfach ignoriert", so Pilz.

Expertin Moritz hat bestätigt, dass keine aussagekräftigen Daten in Bezug auf den Psychosozialen Dienst (PSD) vorliegen. "Durch diese Intransparenz wird eine Weiterentwicklung der ambulanten psychiatrische Versorgung in Wien massiv erschwert. Wir fordern Gesundheitsstadträtin Wehsely auf, als Präsidentin des PSD endlich aussagekräftige Daten vom PSD einzufordern und entsprechende Konsequenzen zu ziehen", so Pilz.

Expertin Moritz hat die gravierende Unterversorgung in der Kinder-und Jugendpsychiatrie bestätigt. "Die Behebung der seit Jahren bekannten Unterversorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie muss endlich allererste Priorität bekommen. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Kinder- und Jugendliche aufgrund politischer Untätigkeit in der Erwachsenenpsychiatrie behandelt werden müssen", so Pilz abschließend.

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