Teuerung des täglichen Lebens schafft neue Armut

Frais: "Auch Menschen im Vollerwerb stoßen an die Grenzen der Leistbarkeit"

Linz (OTS) - "Arbeit allein ist kein Schutz gegen Armut mehr -
diese Erkenntnis ist angesichts des bevorstehenden 1. Mai als Tag der Arbeit eine sehr bittere", betont SP-Klubchef Dr. Karl Frais. Er forderte daher rasch umfassende Maßnahmen zum Einbremsen der galoppierenden Inflation. "Zudem muss mit allem Nachdruck die Frage gestellt werden, ob der Wohlstand in unserer Gesellschaft gerecht verteilt ist. Wenn in Zeiten von Hochkonjunktur bei sprudelnden Steuereinnahmen und sinkenden Arbeitslosenzahlen trotzdem derart viele Menschen armutsgefährdet sind, dann müssen neben Initiativen zur Preisdämpfung auch Maßnahmen gesetzt werden, um das Einkommensniveau zu erhöhen und Lohnarbeit wieder attraktiver zu machen - das muss die zentrale Aufgabe der nächsten Steuerreform sein", schließt der SP-Klubchef.

Die Anteil der Armutsgefährdeten in Österreich lag laut Statistik Austria im Jahr 2006 bereits bei 12,6% der Bevölkerung. "Es ist zu befürchten, dass durch die hohe Teuerung in den Jahren 2007 und 2008 dieser Anteil weiter zunimmt", warnt Klubobmann Frais. Neben Arbeitslosen, Teilzeitbeschäftigten und PensionistInnen sind auch immer mehr wenig verdienende Vollzeitkräfte von der um sich greifenden Armutsgefährdung betroffen. "Bis weit hinein in die Mittelschicht spüren die Menschen die Teuerungen im täglichen Leben. Unter den Berufstätigen sind besonders junge Menschen und Frauen betroffen, weil sie traditionell geringere Einkommen erhalten -zusätzlich leiden Familien mit mehreren Kindern und Pendler massiv unter den Teuerungen", stellt Frais fest. Oberösterreich zählt bei den Fraueneinkommen zu den Schlusslichtern unter den Bundesländern.

Was für den Großteil der Menschen in Oberösterreich in den vergangenen Jahrzehnten üblicher Lebensstandard war, wird durch die enormen Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Wohnen und Treibstoffen für viele zum Luxus. "Die Menschen sind in noch größerem Ausmaß von den Preissteigerungen betroffen, als dies die ohnehin bereits hohen Steigerungen des Verbraucherpreisindex darstellen. Teuerungen von über 10 Prozent bei vielen Lebensmitteln, von 5 Prozent bei den Wohnkosten und von 25 Prozent bei Treibstoffen machen auch für viele arbeitende Menschen das tägliche Leben kaum mehr leistbar - denn mit der nachweisbaren Verteuerung des täglichen Lebens haben die Lohnerhöhungen der vergangenen Jahre nicht mehr Schritt gehalten", so Frais.

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