Weinzinger: Bund hinkt nach bei Frauen in Führungspositionen

Novelle des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes nicht weitreichend genug

Wien (OTS) - "Auch mit der im heutigen Ministerrat beschlossenen Novelle des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes allein wird sich an dem sehr bescheidenen Anteil von Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst nicht viel ändern. Von der Erfüllung der 40 Prozent-Frauenquote auf allen Hierarchieebenen, also auch bei den Top-BeamtInnenjobs, sind die meisten Dienststellen noch Lichtjahre entfernt", so Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Frauen als Sektionsleiterinnen oder Universitätsprofessorinnen stellen leider immer noch eher die Ausnahme als die Regel dar.

"Zahnlose Frauenförderpläne zeigen wenig Wirkung. Auch die verpflichtende Besetzung sämtlicher Kommissionen mit zumindest einer Frau wird da wenig Veränderung herbeiführen. Das Erreichen der 40 Prozent-Frauenquote in den Führungspositionen muss viel konsequenter und nötigenfalls auch mit Sanktionen verfolgt werden", meint Weinzinger.

Unbedingt verlängert werden solle die Frist für die Geltendmachung sexueller Belästigung. "Gerade Opfer von sexueller Belästigung brauchen viel Zeit, bis sie das Erlebte einigermaßen verarbeitet haben und sich darüber sprechen trauen. Eine Frist von einem Jahr ist daher gerade bei der sexuellen Belästigung viel zu kurz", kritisiert Weinzinger.

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