Bayr: Reform des Internationalen Währungsfonds gestartet

SP-Bayr für weitere Reformschritte zur Kreditvergabe an Entwicklungsländer

Wien (SK) - Die gestern verlautbarte Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird von Petra Bayr, entwicklungspolitischer Sprecherin der SPÖ, ausdrücklich begrüßt und zum Anlass genommen, die anstehende Reform der Politik des IWF einzufordern. "Die nun vorgenommene Neugewichtung der Stimmrechte innerhalb des IWF ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung", ist Bayr überzeugt, "die vor allem aufstrebenden Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, aber auch Mexiko mehr Stimmgewichtung einräumt." ****

Bayr betont in diesem Zusammenhang, dass diese Korrektur allerdings noch nicht ausreichend sei und dass eine echte Reform eine Neuorientierung in der Politik des IWF seinen Niederschlag finden müsse. "Wenn eine Kreditvergabe mit dem Zwang zu Liberalisierung und damit Privatisierung auf Biegen und Brechen weiterhin verbunden bleibt", so Bayr, "dann werden die Kreditansuchen auch weiterhin im Sinken begriffen bleiben." Bayr führt aus, dass diese fehlorientierte Politik bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, dass die Folgen eine Einschränkung der Grundversorgung der Ärmsten sind, da etwa Trinkwasser, medizinische Grundversorgung oder Primärbildung unleistbar für die Bedürftigsten würde.

"Daseinssicherung und -vorsorge ist und bleibt von allgemeinem und damit öffentlichem Interesse", betont Bayr, "es kann daher nicht recht und billig sein, diese an maximalprofitorientierte Konzerne abzugeben. Auch Nahrungsmittelsicherheit für die eigene Bevölkerung wird eben nicht durch exportorientierte Großplantagen geleistet - das ist mittlerweile evident und dennoch aktuelle Politik des IWF. Das muss geändert werden und ich bin zuversichtlich, dass hier die Vernunft die notwendige und echte Reform der Politik des IWF einleiten wird." (Schluss) ps/mm

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