Kleines Glücksspiel als Ausrede, Alibi und Ablenkung!

Wien (OTS) - Die 2003 eröffnete Suchtberatungsstelle des Anton Proksch Instituts in Baden bei Wien wird von Dr. Mader geleitet. Unlängst sprach Dr. Mader in einem Interview mit dem ORF von etwa 20.000 Spielsüchtigen und 30.000 gefährdeten Spielern in Niederösterreich. Eine seiner neuesten Kernaussagen ist, dass 70 Prozent seiner Patienten durch Automaten und zwar von außerhalb der Casinos spielsüchtig geworden
seien.

Das Kleine Glücksspiel scheidet allerdings als Verursacher in NÖ eindeutig aus (im Gegensatz zu den unlimitierten Geldspielgeräten in den Casinos werden die im Einsatz und Gewinn beschränkten Geldspielgeräte des Kleinen Glücksspiels auch noch durch Sachverständige überprüft). Denn in Niederösterreich gibt es erst seit 2006 wieder das Kleine Glücksspiel. Zum Zeitpunkt des Interviews standen, ausschließlich in Spielhallen mit strenger Zugangskontrolle, knapp über 500 Geldspielautomaten. Der
Zutritt ist nur mit elektronischen Kontrollkarten möglich. Es werden Alter und Besuchshäufigkeit registriert. Bis dahin wurden weniger als 9000 solcher Zutrittskontrollkarten ausgestellt. Nach unbestrittener Ansicht von internationalen Experten dauert es viele Jahre bis sich bei einem Bruchteil der Spieler aus exzessivem Spiel eine echte, pathologische, Spielsucht entwickeln
kann.

Tatsache ist, dass weder die beiden privaten Konzessionäre des Staatsmonopols mit ihren Angeboten, noch das Kleine Glücksspiel in nur 4 Bundesländern, den Bedürfnissen des österreichischen Marktes auch nur annähernd gerecht werden. 80 bis 90 Casinos an Österreichs Grenzen (und weitere in Planung) mit Parkplätzen voll mit österreichischen Kennzeichen zeigen, dass der Staat als Regulator des Wettbewerbs versagt. Ersatzweise auf das streng regulierte Kleine Glücksspiel hinzuprügeln und vorzugaukeln, man könne das online-Glücksspielen bei ausländischen Anbietern erfolgreich verbieten, wird der Realität überhaupt nicht gerecht.

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Helmut Kafka, Pressesprecher, Automatenverband.at, Tel.: 01 920 33 33

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