GdG: Ermordung der Gewerkschaftsvorsitzenden in Honduras muss Konsequenzen haben

Nach brutalem Anschlag darf die internationale Gewerkschaftsbewegung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Wien (GdG/ÖGB) - "Jetzt darf nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Die Gewerkschaftsbewegung in Honduras braucht unsere Unterstützung und Solidarität", erklärte Montag der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Christian Meidlinger. Der heimtückische Mord an der Gewerkschaftsvorsitzenden Rosa Altagracia Fuentes muss Konsequenzen haben.++++

"Die GdG schließt sich der Forderung des Europäischen Gewerkschaftsbundes nach lückenloser Aufklärung dieses Verbrechens an. Dieser brutale Anschlag darf nicht ungesühnt bleiben", sagte Meidlinger.

Nach Polizeiberichten haben unbekannte Täter die hondurianische Gewerkschaftsführerin Rosa Altagracia Fuentes vergangene Woche mit 16 Schüssen regelrecht hingerichtet. Auch zwei weitere Gewerkschaftsfunktionäre fielen dem Attentat zum Opfer.

Hintergrund dieser Eskalation der antigewerkschaftlichen Repressionen in Honduras sind befürchtete Massenproteste gegen die extrem hohen Lebensmittelpreise und gegen eine neoliberale Sanierungspolitik der Regierung. Gewalttätigkeiten der Sicherheitskräfte, privater Sicherheitsdienste und Todesschwadronen hatten die Lage in den vergangenen Monaten zusätzlich verschärft.

"Jetzt ist auch die EU am Zug. In den laufenden Verhandlungen der Europäischen Union mit zentralamerikanischen Regierungen müssen Gewerkschaftsrechte ein zentrales Thema sein", forderte Meidlinger. Die Rechte der ArbeitnehmerInnen zu vertreten darf in keinem Staat der Welt ein lebensgefährliches Unterfangen sein.

ÖGB, 28. April 2008 Nr. 256

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