Maier: Sind Österreichs KonsumentInnen ausreichend vor gepanschtem Wein geschützt?

Vorsitzender des Konsumentenschutzausschusses bringt parlamentarische Anfrage zu "Weinskandal in Italien - Auswirkungen auf Österreich" ein

Wien (SK) - "Es sind etliche Fragen bezüglich des Weinskandals in Italien und dessen Auswirkungen auf Österreich offen, die von Landwirtschaftsminister Pröll zu erklären und beantworten sind", stellte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier fest, der eine parlamentarische Anfrage an Minister Pröll zum "Weinskandal in Italien und dessen Auswirkungen auf Österreich und die EU" (4129/J) eingebracht hat. Es müsse sichergestellt werden, ob italienischer Wein mit gefährlichen Zusatzstoffen, Salzsäure und krebserregenden Substanzen nicht auch in Österreich am Markt gekommen ist und die Behörden in Österreich hier ausreichend tätig wurden, so Maier am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Betont wurde von Maier auch, dass seitens der SPÖ eine Ausgliederung der Kellereiinspektoren und Untersuchungsanstalten in eine Bundesweinamt-GmbH abgelehnt werde. ****

Maier will vom Minister Auskunft darüber erhalten, ob WeinkonsumentInnen in Österreich vor kriminellen Manipulationen, wie sie in Italien passiert sind, geschützt sind und welche Maßnahmen von der Bundeskellereiinspektion diesbezüglich gesetzt wurden. Auch will der SPÖ-Konsumentensprecher eine Auflistung, wie viele Weinproben auf Pestizide und Ochratoxin A gezogen wurden, wie viele beanstandet und wie viele Kontrollen im Lebensmittel- und Weinhandel durchgeführt wurden. Auskunft will Maier auch über die Zusammenarbeit von österreichischen Aufsichtsorganen mit denen anderer EU-Länder bzw. Drittstaaten zum Schutz vor Verfälschungen in der Weinproduktion.

Aufklären möchte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher auch widersprüchliche Aussagen des Landwirtschaftsministeriums bezüglich der eventuellen Ausgliederung der Kellereiinspektoren und Untersuchungsanstalten und Schaffung einer Bundesweinamt-GmbH. Pröll dementierte dies in einer Aussendung am 13. April. Sein Sprecher erklärte zwei Tage vorher noch, dass 250 bis 260 Beamte in eine "Bundesweinamt GmbH" ausgegliedert werden sollen. Hier müsse man schon nachfragen, wie dies zustande kommt. Aus Sicht der SPÖ werde eine Ausgliederung mit allem Nachdruck abgelehnt, betonte Maier.

"Ich erwarte, dass Minister Pröll im Sinne der KonsumentInnen hier präzise Klarstellungen vornimmt und jeden Verdacht ausräumen kann, dass die österreichischen KonsumentInnen vor 'gepanschtem' oder mit gefährlichen Zusätzen versetztem Wein geschützt sind und dieser auch nicht aus anderen Ländern importiert und in unseren Lebensmittelmärkten verkauft wird", erklärte Maier abschließend. (Schluss) sl

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005