Hundstorfer: Zwei Millionen Menschen jährlich Opfer von Arbeitsunfällen

Internationaler Gedenktag für die Opfer von Arbeitsunfällen am 28. April - Kundgebung am Schwedenplatz

Wien (Wien) - Rund zwei Millionen Menschen sind es jährlich, die weltweit bei Arbeitsunfällen sterben. Etwa 1,7 Millionen Menschen sterben an den Folgen von Berufskrankheiten. In Österreich sind im Jahre 2007 genau 108 ArbeitnehmerInnen bei Arbeitsunfällen gestorben, 61 starben an den Folgen ihrer Berufskrankheit. ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer fordert verstärkte Anstrengungen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen sowie einen Ausbau des ArbeitnehmerInnenschutzes auch in Österreich.++++

Arbeitsunfälle und anerkannte Berufskrankheiten sind nur die Spitze des Eisberges "Krank durch Arbeit". ExpertInnen gehen davon aus, dass bis zu 50 Prozent aller Erkrankungen arbeitsbedingt sind. Gerade die zunehmenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind nun immer mehr spürbar. Der heuer erstmals erschienene Fehlzeitenreport Österreichs hat ergeben, dass fast fünf Prozent aller Krankenstandstage (1994 waren es ein Prozent)auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind - das ist auch die am stärksten steigende Krankheitsgruppe in Österreich.

Laut Fehlzeitenreport verursachen Fehlzeiten durch arbeitsbedingte Erkrankungen jedes Jahr Kosten in der Höhe von 12 Milliarden Euro -ein Viertel davon verursachen Kosten für arbeitsbedingte, psychische Erkrankungen.

Der ÖGB-Präsident fordert, dass psychischen Belastungen, wie Stress, Mobbing oder Burn Out verstärkt entgegengewirkt werden muss. Hundstorfer: "Auch die Prävention von Arbeitsunfällen muss weiterhin ein wichtiges Anliegen bleiben. Deshalb müssen wir den ArbeitnehmerInnenschutz weiter auszubauen".

Der ÖGB fordert daher:
O die Aufwertung der ArbeitspsychologInnen,
o ein Anti-Mobbinggesetz, das Mobbing als Tat unter Strafe stellt sowie
o die verstärkte Kontrolle der bestehenden ArbeitnehmerInnenschutzvorschriften.

Hinweis:
Am Montag, dem 28. April 2008 findet um 8.30 Uhr am Schwedenplatz (1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 19) eine Kundgebung mit ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer statt.
Wir würden uns freuen, Sie bei der Kundgebung begrüßen zu dürfen.(ff)

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